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Exotisches Paradies

Haltern Neben dem voll verglasten Wintergarten schnappen Fleisch fressende Pflanzen wie Venusfliegenfallen, Sonnentau und Fettkraut die Insekten aus der Luft.

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Kriechweiden, Schleierkraut und Silberwurz finden sich in der alpinen Abteilung. Winterharte Kakteen und Rosenwurz gedeihen im Spezialbeet für die Sukkulenten. Auf 650 Quadratmetern hat sich Heinrich Weber hinter seinem Haus an der Pitter-Bey-Straße den Traum von einem eigenen botanischen Garten erfüllt. Die Pflanzenvielfalt in den Hochbeeten und Gewächshäusern ist schier unermesslich. "Ein paar Tausend dürften es sicher sein", kann der passionierte Sammler zwar keine exakte Anzahl nennen. Aber Weber weiß ganz genau, wo jede Pflanze steht. In seiner Gartenidylle herrscht eine heilige Ordnung - "wie es sich für einen ehemaligen Beamten gehört", juxt der pensionierte Bahner.

Für die Flora, insbesondere ihre Exoten, interessierte sich der 59-Jährige schon als Jugendlicher. "Viele Jahre war ich bei den Pfadfindern. Da bin ich sozusagen Natur-vorbelastet." Weber macht vor allem Jagd auf tropische Arten, züchtet selbst und steht im regen Austausch mit anderen Hobbybotanikern. "Vor sechs Jahren habe ich in Mexiko einen neuen Warzenkaktus entdeckt", erzählt er, "und diese Mammillarien-Art Michel getauft." Der Vorname seines guten Freundes, des französischen Modemachers Michel Lacoste. Fast jede freie Minute widmet Weber seinem Garten - "mehr Zeit, als meiner Frau und unseren beiden Kindern recht ist", gesteht er. Das Lieblingsplätzchen der Webers ist ihr "stilles Örtchen" - die schattige Sitzecke unter dem großen Apfelbaum im hinteren Bereich des Gartens. "Darum beneiden uns alle", weiß der Familienvater. Weiter vorn reifen zuckersüße Apfelsinen heran. Daran haben seine Kinder den größten Spaß. Weber: "Die können es kaum erwarten, bis sie das Bäumchen plündern dürfen!" Christoph Walter

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