Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Hier kann in Haltern noch die D-Mark umgetauscht werden

Geburtstag der Währung

Am 21. Juni 1948 wurde die Deutsche-Mark eingeführt. 2002 wurde sie durch den Euro ersetzt. Wer heute noch D-Mark-Bestände hat, kann sie immer noch eintauschen - auch in Haltern am See.

HALTERN

20.06.2018
Hier kann in Haltern noch die D-Mark umgetauscht werden

13 Milliarden Deutsche Mark sind weltweit noch im Umlauf. © picture alliance / Boris Roessle

Der übliche Weg geht über die Deutsche Bundesbank. Wer bei einer Erbschaft, Wohnungsauflösung oder einem Umzug alte D-Mark-Bestände findet, kann diese in den Filialen der Deutschen Bundesbank unbegrenzt und kostenfrei in Euro eintauschen. Der Kurs ist der offizielle vom Zeitpunkt der Währungsumstellung, das heißt 1 Euro „kostet“ 1,95583 DM. Das gilt auch für ältere D-Mark-Banknoten aus den 1950er und 1960er Jahren.

Service für Kunden

Die Volksbank Haltern bietet aber – allerdings nur für ihre Kunden – nach wie vor einen besonderen Service: „D-Mark-Scheine können an unseren Schaltern noch eingetauscht werden, wir schreiben den umgerechneten Eurobetrag dann dem Konto gut und holen uns den Geldwert von der Bundesbank zurück“, sagt Vorstandsmitglied Henning Henke. Häufig wird dieser Service aber nicht mehr in Anspruch genommen: „Die Zahl der Fälle lag im letzten Jahr bei zwei“, so Henning Henke.

Bei der Stadtsparkasse Haltern ist der Umtausch nicht mehr direkt möglich. „Das haben wir in der Zeit nach der Euro-Einführung getan, aber die Umtauschwelle ebbte schnell ab“, sagt Vorstandsvorsitzender Helmut Kanter.

D-Mark-Bestände können entweder per Post an die Deutsche Bank geschickt oder in einer ihrer Filialen abgegeben werden. Die Nächstgelegene befindet sich zurzeit noch in Bochum.

Sammlerobjekte

Insgesamt schlummern laut dem Bankenverband fast noch 13 Milliarden alte D-Mark irgendwo auf der Welt und sind bislang nicht in Euro umgetauscht worden.

Alte Geldscheine aus der Frühzeit der Bundesrepublik Deutschland sind außerdem teilweise zu begehrten Sammlerobjekten geworden, vor allem, wenn sie druckfrisch erhalten sind. Auch für die frühen Fünf-Mark-Gedenkmünzen aus den 1950er Jahren sind Sammler bereit, tief in die Tasche zu greifen.

In diesen Fällen lohnt es sich, die Stücke dem Fachhandel anzubieten, statt sie bei der Bundesbank zum Nennwert einzutauschen. Ebenfalls aufpassen sollte man bei alten Fünf- und Zehnmarkstücken aus Silber. Diese weisen eine hohe Wertsteigerung durch die Entwicklung des Silberpreises auf, darauf weist der Deutsche Bankenverband ebenfalls hin.