Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Neues Werk

Jürgen Chmielek schrieb Generationen-Krimi "Vermisst"

FLAESHEIM Mit dem Schreiben hat Jürgen Chmielek seine Passion gefunden. Das neue Werk des Flaesheimer Autors heißt "Vermisst" - ein Generationen-Krimi.

Anzeige
Jürgen Chmielek schrieb Generationen-Krimi "Vermisst"

Hans-Jürgen Chmielek und sein erstes "Senioren-Werk". Ein bisschen Augenzwinkern gehört schon dazu.

Wir sitzen in seiner Wohnung: Der 58-jährige Jürgen Chmielek erzählt beim Kaffee vom Besuch der Buchmesse in Frankfurt, davon, wie er zum Schreiben kam und wie er sein Leben – Frühpension, schwerstkranke Frau, Familie und Schreiben – in den Griff bekommt. So, als wäre es das Natürlichste von der Welt. Mit dem Schreiben hat er seine Passion gefunden. In späten Jahren, aber zu alt ist man nie, um noch mal etwas Neues auszuprobieren. Schon immer hat er schreiben wollen. Als junger Mensch nutzte er es als Ventil. Aber wie das so ist, es gibt immer wichtigere Dinge im Leben. Heute steht das Schreiben an zweiter Stelle. Sie bildet einen Ausgleich. Er hat den Job an den Nagel gehängt, um seine Frau zu pflegen. Sein ganzes Denken dreht sich um Sandra, die 41-Jährige liegt nach einem Herzinfarkt im Wachkoma. Chmieleks Augen funkeln als er stolz berichtet: „Gut, dass wir nie aufgegeben haben. Sandra registriert heute die Umgebung, die Liebe, die wir ihr entgegen bringen, sie reagiert auf Ansprache.“ Die emotionale Wahrnehmung ist für ihn ein „ganz tolles Phänomen“. Sie hätten noch so viel vorgehabt. „Im März 2008 waren wir nach Lippramsdorf gezogen, meine Frau fuhr Sulky-Rennen. Und plötzlich…“

Er schluckt. Aber er gab nie auf. Im Oktober siedelten sie nach Flaesheim um. Wenn er seine Frau nicht pflegt, kann der Ex-Personalleiter nicht einfach die Finger in den Schoß legen. Er schrieb und las. Wie früher, als er Enid Blyton-Bücher verschlang: Freundschaft, einer ist für den anderen da, Vertrauen, Zusammenhalten – kein stumpfes Sitzen vor der Glotze oder vorm Computer und sich von blutrünstigen Filmen berieseln lassen. So entstanden die Kellerkinder, so ein bisschen, lächelt Chmielek, habe er Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend einfließen lassen.

Findet man ihn denn auch im Generationenkrimi? „Ich habe es nicht darauf angelegt“, sagt Chmielek. Aber für „Vermisst“ habe er sich umgeschaut: „Kinder und Jugendliche faszinieren mich, sie sind heute entwickelter als zu meiner Zeit. Es gibt immer solche und solche, so wie bei den Erwachsenen.“ Viele in seinem heutigen Freundeskreis seien 70 und älter. Seine Protagonisten seien aktiv, ehrlich und direkt. Sie nehmen kein Blatt vor den Mund und sind nicht in erster Linie diplomatisch. Genauso wie Chmielek in dem Alter auch sein möchte. „Ich wollte, dass die Leute merken, dass man allein nichts erreicht.“ Und er wollte ihnen Mut machen, aufeinander zuzugehen. Der Krimi-Fan weiß von Konflikten um Liebe im Alter und in der Jugend, da heißt es dann „schwanger mit 16“. Chmielek mag Romantik und Happy End. Alles zusammen ergibt eine gute Mischung, die heißt „Vermisst“. Fortsetzung nicht ausgeschlossen.

Anzeige
Anzeige