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Kanalisation lief voll, aber nicht über

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Haltern Mit unwetterartigen Regenschauern hat das Tief Quirinus in der Nacht auf Mittwoch in vielen Gemeinden des Landes Straßen und Keller überflutet. Die Stadt Haltern blieb verschont.

Die Feuerwehr musste keine Keller auspumpen. Die Lippe, Stever und der Mühlenbach führten zwar viel Wasser, traten aber in Siedlungsnähe nicht über die Ufer. Der Lippepegel blieb unter fünf Meter und somit unter der ersten Hochwasser-Alarmstufe.

Stellenweise bildeten sich bereits am Dienstagnachmittag auch auf Halterns Straßen durch den heftigen und andauernden Niederschlag große Wasserlachen. Wie die örtliche Polizei mitteilte, hätten sich allerdings keine Verkehrsunfälle durch Aquaplaning oder Sichtbehinderungen ereignet. Die teils rasanten Böen, die den Regen begleiteten, richteten ebenfalls keine Schäden an.

Halterns Kanalisation war den Wassermassen, die vom Himmel niederprasselten, gewachsen. "Überlastungen des Abwassersystems hat es nicht gegeben", sagte der stellvertretende Pressesprecher der Stadt, Georg Nockemann. In die Kläranlage rauschten laut Silke Wilts vom Lippeverband zu Spitzenzeiten rund 400 Liter Schmutzwasser pro Sekunde - "fast 50 Prozent mehr als an Tagen mit leichten Niederschlägen". Doch selbst solche enormen Mengen könne das Klärwerk problemlos schlucken. "Das Unwetter verursachte dort keine Betriebsstörungen", so Wilts. Die Anlage habe zu keiner Zeit am Limit gearbeitet.

Vorsorge

Bestens vorbereitet war Gelsenwasser auf den großen Regen. "Das Unwetter war ja angekündigt, deshalb haben wir schon zwei Tage zuvor vorsorglich Wasser aus den Stauseen abgelassen", erklärte Heidrun Schneider, Sprecherin des Unternehmens.

Aus dem Halterner See liefen auch gestern noch bis zu 47 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in die Unterstever. Zum Vergleich: In Trockenzeiten werden gerade mal 200 Liter pro Sekunde abgegeben. 19 Millionen Kubikmeter befinden sich zurzeit in dem Trinkwasserreservoir. Schneider: "Bis zum Vollstau haben wir noch 15 Zentimeter Luft." Der Hullerner See hat seine maximale Kapazität von 11 Millionen Kubikmetern erreicht. wal

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