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Kinder lernen gerne Schwimmen

HALTERN Immer weniger Kinder können schwimmen. Das besagen zumindest bundesweite Statistiken. Um Haltern ist es aber nicht so schlimm bestellt.

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In Haltern können die Kinder in der Mehrheit schwimmen.

Die kleinen Schwimmer gehen Haltern nicht aus.

Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel hatte das Thema beim Neujahrsempfang angesprochen und sich besorgt gezeigt. Für ihn sei es „erschreckend“, dass „die Zahl derjenigen Kinder, die schwimmen können, von Jahr zu Jahr kontinuierlich abnimmt.“ Er könne kaum glauben, dass Haltern als „Seestadt“ ein Problem mit Nichtschwimmer-Kindern haben könnte.

Wir sind der Sache mal auf den Grund gegangen und haben festgestellt: Genaue Zahlen, wie viele Kinder in der Seestadt nicht schwimmen können, gibt es nicht, aber eine entscheidende Tendenz. So schlimm, wie in umliegenden Städten, ist es danach um Haltern nicht bestellt. „Generell ist die Aussage, dass es immer mehr Nichtschwimmer-Kinder in Deutschland gibt, natürlich richtig. Haltern ist in diesem Zusammenhang aber nicht so betroffen, da die Stadt sehr gut mit Schwimm-Möglichkeiten bestückt ist“, sieht Karl-Heinz Tuttmann, leitender Schwimmmeister im Aquarell, die Situation nicht ganz so schwarz. In Haltern gäbe es nur einen ganz geringen Prozentsatz von Kindern, die nach der Grundschule nicht schwimmen könnten. Und auch für diese wenigen Nichtschwimmer seien genug Angebote vorhanden, das Verpasste noch zu erlernen. Dennoch ermahnt der Schwimmmeister: „Eltern müssen auch selbst darauf achten, ihren Kindern das schwimmen beizubringen. Das ist wie mit dem Fahrradfahren.“

DLRG Das Aquarell ist aber nicht alleine, wenn es darum geht, Kinder ans Wasser heranzuführen. Auch die DLRG Ortsgruppe Haltern bietet Kurse an. „Natürlich könnte man immer noch mehr anbieten, aber im Vergleich zu anderen Städten, ist das Angebot in Haltern gut“, sieht auch Thomas Nolde von der DLRG die Situation nicht ganz so pessimistisch. Anfragen von auswärts

Schwimmverein

Dritte Institution im Bunde ist der Schwimmverein Haltern. Hier kümmert sich Gertrud Oelmann um die insgesamt drei Nichtschwimmer-Kurse. Sie sieht nicht das Problem, dass Kinder nicht schwimmen lernen, sondern dass es kein Raum für Kinder gibt, die weiter schwimmen wollen. „Das Interesse ist da, wie haben aber nicht genug Kapazitäten.“ Dennoch sei die Situation in umliegenden Städten viel schlimmer. „Deshalb haben wir von dort auch viele Anfragen“. Und so kann auch Bürgermeister Klimpel etwas beruhigter sein. Die Kinder seiner Seestadt haben kein Problem mit dem kühlen Nass.

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In Haltern können die Kinder in der Mehrheit schwimmen.

Die kleinen Schwimmer gehen Haltern nicht aus.

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