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Klanggewalt fesselte Publikum

Sythen Haben Sie schon einmal den Klang einer echten Weißgerber-Gitarre gehört? Am Sonntag im Schloss Sythen bot sich die Gelegenheit diesem seltenen, aber wundervollen Klangerlebnis zu fröhnen.

Die Gäste konnten auf Einladung der Kulturstiftung Masthoff mit dem Weißgerber Gitarrenduo Katrin Simon und Susanne Hilker auf Zeitreise durch drei Jahrhunderte Gitarrenmusik gehen. So einzigartig wie das Klangbild der Gitarren war auch das Spiel der Frauen: virtuos, lebendig, voller Gefühl. Schon Vivaldis Konzert in D-Dur legte sich mit wundervoll ausgespielten Vibrati wie ein Seidentuch auf die Ohren des gebannt lauschenden Publikums. Die Klangreinheit der Gitarren erschloss sich mit jedem Takt, jeder gespielten Note.

Boccherinis berühmtes Fandango erklang zart und doch immer voller Energie. Angenehm weiche Arpeggios wurden von kräftigen Akkorden abgelöst, die ergriffen machten. Johann Kaspar Mertz' "Am Grabe der Geliebten" umfasste die Zuhörer sanft und ergriff doch mit aller Klanggewalt. Katrin Simon und Susanne Hilker meisterten das anspruchsvolle Stück mit großer Virtuosität und Leidenschaft. Zusammengefunden haben sie über ihre Gitarrenausbildung an der Folkwanghochschule Essen. Über Katrin Simons Kontakt zur Familie des Weißgerber-Gitarrenbaumeisters Richard Jacob aus Markneukirchen erwarben sie zwei originale Torresmodelle aus den späten 20-er Jahren und damit das exklusive Recht, sich "Weißgerber Gitarrenduo" zu nennen.

Mit dem "Tanz des Müllers" des spanischen Komponisten Manuel María de Falla endete das Programm des Duos mit einer Menge südländischem Temperament und Spielfreude. Aber selbstverständlich konnte das faszinierte Publikum sich an diesem erstklassigen Musikerlebnis nicht satt hören und forderte noch einige Zugaben ein. das

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