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Luxus bietet keinen Grund zur Klage

Haltern Halbzeitstand: 32 000! "Meine Zahlen scheinen sich zu bewahrheiten", fühlt sich Museumsleiter Dr. Rudolf Aßkamp in seinen Einschätzungen bestätigt.

60 000, vielleicht 80 000 Besucher hatte er zur Eröffnung der Ausstellung "Luxus und Dekadenz" prophezeit. Dass "Herculaneum" vor zwei Jahren doppelt so viele Gäste nach Haltern lockte, bringt Dr. Aßkamp (Foto) nicht aus der Fassung. "Wir haben ein anderes Thema, kein spannendes Katastrophenszenario". Der jetzigen Ausstellung rollt er dennoch den roten Teppich aus: "Luxus und Dekadenz" überzeuge mit erstklassigen, einzigartigen Exponaten und einem perfekten Konzept. Unter dem Tenor "weniger ist mehr" genießen die Besucher einen weiteren nicht zu verkennenden Luxus: Ohne Gedränge in Ruhe durch die Ausstellung gehen zu können.

Der Hauch von "Luxus und Dekadenz" weht weit über Haltern hinaus. Besucher aus dem Kreis führen zwar die Statistik an, aber jene aus den Kreisen des Münsterlandes und Ruhrgebietes hängen ihnen auf den Fersen. Exoten, wie Dr. Aßkamp sie nennt, reisen auch vom hohen Norden und tiefen Süden an. "Wir haben bezüglich der Resonanz überhaupt nichts zu beklagen", sagt der Leiter des Römermuseums bestimmt.

Ein ordentliches Arbeitspensum beanspruchen die täglichen Führungen. Zehn mindestens. "Wir sind mit den Terminen so gut wie ausgebucht", bestätigt Dr. Aßkamp. Gestern reiste beispielsweise eine Delegation aus Nijmegen/Niederlande, wohin die Ausstellung weiter wandert, an. Sie wollte wissen, wie Haltern den luxuriösen Wandmalereien, dekadenten Kunstwerken aus Bronze und Marmor, dem exquisiten Goldschmuck und Privatbad mit raffinierter Technik eine Bühne bietet.

"Luxus und Dekadenz" erfüllt völlig den gesteckten Rahmen. Gleichwohl, sagt Dr. Aßkamp, sei er natürlich dankbar für jeden Besucher, der mehr kommt. Elisabeth Schrief

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