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Mit dem Futter kommt der Tod in den Bienenstock

Sythen Bei einem Imker in Sythen-Lehmbraken ist die amerikanische Faulbrut ausgebrochen. Das Kreis-Veterinäramt hat deshalb einen Sperrbezirk eingerichtet. Amtstierarzt Dr. Siegfried Gerwert hofft, dass durch diese Maßnahme das Problem schnell gelöst werden kann.

Die betroffenen Bienenvölker müssen allerdings getötet werden. Ihre Behausungen werden ausgeschwefelt, so dass sie anschließend wieder von neuen Völkern bezogen werden können. Für jedes betroffene Bienenvolk erhält der Imker eine Entschädigung nach dem Tierseuchengesetz. Die Obergrenze liegt bei 150 Euro. Das ist aber nur eine kleine Entschädigung für den großen Aufwand, den der Imker durch die Seuche hat.

Die Faulbrut wird durch ein Bakterium übertragen, das die Bienen bei der Nahrungssuche in den Stock holen. Bei zu hoher Konzentration stirbt die Brut ab, und das Volk wird immer schwächer. Schließlich wird es eine leichte Beute für andere Völker, die den Stock ausrauben und sich so selbst den Erreger ins Haus holen.

Zur Tötung des Volkes gibt es eine Alternative, die allerdings nur früh in der Saison angewendet werden kann. Beim Kunstschwarmverfahren werden die Bienen für drei Tage in einen Karton gesperrt. Anschließend dürfen sie ihren desinfizierten Stock wieder beziehen. "Die Bienen stehen dann mit leerem Magen vor dem Nichts", erklärt Dr. Gerwert. Das könnten sie nur bei gutem Wetter zu Anfang der Saison überleben. Deshalb habe es in diesem Fall keine Alternative zur Tötung gegeben.

Die Faulbrut tritt jährlich ein- bis zweimal im Kreisgebiet auf. Für den Menschen ist sie nach Auskunft des Amtstierarztes ungefährlich. Der Verbraucher sorgt allerdings mitunter für die Verbreitung der Krankheit. Viele ausländische Honigprodukte sind mit Faulbrutbakterien infiziert. Diese nehmen die Bienen zum Beispiel an den Altglascontainern auf. thl

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