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Plätze für Wohnmobile sind der Hit

Haltern Der Schmerz über die Niederlage der Deutschen bei der Fußball-WM 2006 ist vergessen, geblieben sind Erinnerungen an tolle Momente beim Public Viewing und Stellplätze für Wohmobilisten.

Wegen des erwarteten Ansturms auf Gästebetten und Unterkünfte entschied man sich in Haltern, vor der WM an der Hullerner Straße und am Silbersee Stellplätze für Wohnmobile (jeweils 15 Stück) einzurichten. Kostenpunkt: 10 000 Euro je Örtlichkeit. "Das hat sich längst noch nicht ammortisiert", so der Technische Beigeordnete Wolfgang Kiski. Dies werde frühestens in acht bis zehn Jahren der Fall sein.

Skandinavier

Gelohnt hat sich die Einrichtung der Stellplätze allerdings auf jeden Fall. Zehn bis 15 Wohnmobilisten waren pro Tag am Silbersee zu verzeichnen, an guten Wochenenden bevölkerten sogar über 40 Wohnmobile die Anlage.

"Die Leute sind begeistert", wissen auch Helmut Kuchel und Udo Meilenbrock, die die Gastronomie am Silbersee betreiben, zu berichten: "Uns wurde schon gesagt, dass dies mit einer der schönsten Stellplätze in Deutschland ist." Die Gastronomen hoffen jetzt, dass sich das 'rumspricht und mehr Wohnmobilbesitzer Station am Silbersee machen. 7,50 Euro kostet der Stellplatz mit Silbersee-Blick. Bei ihren Beobachtungen haben Kuchel und Meilenbrock festgestellt, dass nicht nur Deutsche die Stellplätze mittlerweile gerne nutzen. Auch viele Urlauber aus skandinavischen Ländern machen am Silbersee Station, wenn sie in Richtung Süden unterwegs sind.

Ähnlich gut ist die Resonanz auch beim Wohnmobilstellplatz an der Hullerner Straße, wie Wolfgang Kiski weiß. Rund 350 Wohnmobilisten nutzten den Platz bereits. Gezahlt werden muss hier nur für Strom und Wasser sowie für die Abwasserentsorgung. Der Stellplatz an sich ist kostenfrei, so dass die Zahl der Gäste, die hier übernachtet haben, noch höher sein könnte.

Ohne Probleme

Probleme mit den Wohnmobilisten gab es bislang keine, so Kiski. Auch kein wildes Entsorgen von Müll oder Abwasser. Gern genutzt, so Kiskis Erfahrungen, werde dagegen die Möglichkeit, die Innenstadt von der Hullerner Straße zu Fuß zu besuchen. "Vieles läuft hier über Mundpropaganda", so Kiski. Er ist zuversichtlich, dass dies für Haltern gute Werbung ist. Heike Riemann

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