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Planer hatten wohl keine Ahnung

HALTERN Maria Weber ist "stinksauer". Die 89-jährige Rentnerin hat eine Monatskarte für die Vestische. "Da hat wohl jemand geplant, gekürzt und umgestellt, der absolut keine Ahnung hat", schimpft sie.

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Mit der Linie 271 fährt sie immer von der Saarsiedlung in die Innenstadt.  Selbst wenn man Kürzungen durchführen müsse, könne man wenigstens auf die Bedürfnisse der Fahrgäste eingehen, fordert sie. Wer fahre schon sonntags um 13.17 Uhr in die Innenstadt? Niemand. Gähnende Leere im Bus. Unterstützt wird sie von Edeltraud Schulz, Erna Korber, Elisabeth Lukasik, Helene und Josef Kummerhove: Um 14.17 Uhr würden gerne viele Ältere ein Café aufsuchen, einen Krankenbesuch machen - und zu einer passablen Zeit nach Hause zurückkehren. Dann aber fahre kein Bus.

Ebenso "schwachsinnig" sei der Fahrplan an Werktagen: Der Bus fährt nach 9 Uhr im Zwei-Stunden-Takt. Also erst wieder um 11.17 Uhr. "Wir benötigen ihn aber um 10.17 Uhr, um auch wieder mit dem 12-Uhr-Bus rechtzeitig zu Hause zu sein." Da "hier oben nichts mehr ist, müssen wir für alles in die Stadt fahren." Zu Fuß sei es zu weit, Rad oder Pkw stehen nicht zur Diskussion. Einkauf, Marktbesuch, Bankgeschäfte, Pause im Café - das sei nicht zu schaffen. "Wieso fragt keiner, wann der Bus wirklich benötigt wird?"

Betroffen, meint Maria Weber, seien vor allem ältere Menschen, die nun noch mehr von der Außenwelt abgeschnitten würden. Sie hofft auf ein Einsehen der Vestischen und eine Änderung der Abfahrtzeiten: 10.17 statt 11.17 Uhr in die Stadt (zurück 12 Uhr) und 14.17 Uhr (zurück 16 Uhr).

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