Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Politiker lehnen Abriss der Oelder Brücke ab

Anzeige

Haltern Der Kreis Recklinghausen möchte die Brücke am Oelder Weg in Lippramsdorf abreißen. Die Stadt sieht sich aufgrund ihrer Finanzsituation nicht in der Lage, in die Bresche zu springen. Die Bürger, die über die Brücke direkt auf das Werksgelände des Chemieparks gelangen, laufen Sturm. Ein kleiner Teil der rund 500 Betroffenen nahm Dienstag an der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses teil, der über die Zukunft des Bauwerks entscheiden sollte. Die Diskussion zeigte, wie heiß die Drähte zwischen Mandatsträgern und Bürgern in Lippramsdorf gelaufen sind: Alle Fraktionen lehnten den Rückbau der Brücke ab, die nach Ansicht des Kreises durch den Bau von Umgehungsstraßen ihre Bedeutung verloren hat.

Baudezernent Wolfgang Kiski hatte zuvor noch einmal die Sachlage erläutert. Würde Haltern die Brücke übernehmen, würde diese zwar noch einmal vom Kreis saniert. Danach aber müsste die Stadt für den Unterhalt sorgen und die Kostenübernahme für den Abriss ginge verloren. Kiski betonte, dass sich in den bisherigen Verhandlungen kein Übernahmepartner gefunden habe. Die Stadt Marl, auf deren Gebiet die Brücke zur Hälfte liegt, lehnt jede Verpflichtung ab. Der Kreis ist nach einer Rückstufung des Oelder Weg zur Gemeindestraße nicht mehr zuständig. Auch die Leitung des Chemieparks winkte ab.

Genau an diesem Punkt schieden sich die Geister. Mehrere Ausschussmitglieder, so Werner Kubik (SPD) und Johannes Föcker (WGH), hatten selbst Kontakt zu Vertretern des Chemieparks gesucht und Gesprächsbereitschaft erkannt. Da mit Heino Büning (Grüne) alle Fraktionen die Informationslage zum Thema als zu dürftig einstuften, um über die Interessenkollision zu entscheiden, folgte der Ausschuss einem Vorschlag der CDU: Die Verwaltung wurde beauftragt, noch einmal Gespräche mit allen Partnern aufzunehmen. Deutlich wurde, dass der Halterner Haushalt nicht belastet werden darf. siwi

Anzeige
Anzeige