Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Rückkehr in die Heimat

Haltern Als Rechtsexperte in der Geschäftsführung eines internationalen Konzerns zu arbeiten, davon träumen viele junge Juristen. Anwalt Frank Stenner hatte einen solchen Job - und kehrte jetzt freiwillig nach Haltern zurück.

Anzeige

Die Rechts-, Steuer- und Personalfragen des global agierenden Unternehmens Waeco mit Hauptsitz in Emsdetten hatten Frank Stenner die vergangenen zwei Jahre in Atem gehalten. Rund 2500 Mitarbeiter beschäftigt der Konzern, der auf mobile Klima- und Kühlsysteme sowie Zubehörteile für Kraftfahrzeuge spezialisiert ist, in mehreren europäischen Ländern und in China.

Leistungsdruck

"In einem Unternehmen dieser Größenordnung steht man als Rechtsexperte natürlich in besonderer Verantwortung und unter enormen Druck", sagt Stenner. "Aber genau das habe ich gesucht, das beflügelt mich." Als er den Vertrag bei Waeco unterzeichnete, war ihm klar, dass diese Bindung nicht ewig währen würde. "Der Schritt in die Selbstständigkeit hat mich schon immer zu sehr gereizt."

Sein Leben lang "mit einer Firmen-Marke im Nacken" tätig zu sein, das wäre nicht sein Ding. "Dafür bin ich zu sehr Frank Stenner. Ich brauche meine eigene Baustelle." Stenner wollte und konnte bei Waeco umfangreiche Berufserfahrung im Bereich der gewerblichen Rechtsberatung sammeln, bevor er in die Halterner Kanzlei seines Vaters Dr. Franz Stenner und dessen Partner Hartwig Trillsch mit einsteigen würde.

Millionenverträge

Herausforderungen habe es bei Waeco reichlich gegeben: "Millionenverträge mit Discountern sind über meinen Schreibtisch gewandert. Besonders spannend war auch eine Umstrukturierung am Standort Dänemark mit internationalen Steuertransaktionen." In dieser Materie ging der 33-Jährige voll auf.

Sein wirtschaftsrechtliches Fachwissen, das Stenner bei Waeco ausgebaut hat, will er jetzt in die Halterner Kanzlei einbringen: "Ich werde mich speziell um die Belange mittelständischer Unternehmen kümmern, wobei meine Leidenschaft die Insolvenz- und Sanierungsberatung ist."

Sein Vater und Kollege Trillsch empfingen den Junior mit offenen Armen. "Wir freuen uns sehr, dass er unsere Kanzlei bereichert." Franz Stenner: "Ein beruhigendes Gefühl, dass mein Sohn jetzt mit im Boot ist - schließlich werde ich hier ja auch nicht ewig sitzen." Christoph Walter

Anzeige
Anzeige