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Seelenvoll und luxuriös

Haltern "Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen und haben sich, ehe man es denkt, gefunden."

Dieses von Marie Louise Remke vorgetragene Goethe-Zitat beschrieb treffend, was 120 Gäste am Freitagabend bei "Stiel und Blüte" erwartete. Poesie und Schönheit verschmolzen dort in üppiger Fülle zu einem prachtvollen Sommerabend. Musik, Literatur, Kunst, Blumen und Genuss nahmen die Gäste für sich ein und daran hatten Dr. Gaby Lepper-Mainzer (Künstlerin und Kunsthistorikerin), Eva Hoffmann (Sopran), Christa Jürgens (Alt), Tatjana Berger (Klavier), Marie Louise Remke (Rezitation), Heike Husmann (Meisterlforistin) sowie Münsters Weinkontor und Catering Böinghoff ihren Anteil.

Schön, elegant, delikat, seelenvoll, luxuriös - diese Attribute gehörten dem Dargebotenen. Eva Hoffmann aus Haltern (Sopran) und Christa Jürgens (Alt) sangen, begleitet von Konzertpianistin Tatjana Berger aus der Ukraine, italienische Arien und romantische Blumenlieder. Sie leisteten sich Träume vom kommenden Glück und den Luxus des Wehklagens über eine vergangene Liebe. Die Musikerinnen traten in dieser Besetzung zum ersten Mal auf. "Wir genießen es sehr, hier zu sein", sagte Christa Jürgens und lobte gleichzeitig die gute Akustik und das besondere Ambiente. Umgeben von farbenprächtigen, opulenten Blumengebinden und verschwenderischen Dekorationen - perfekt von Meisterfloristin Heike Husmann und ihrem Team in Szene gesetzt - vollendete sich die Pracht für die Sinne in den Bildern von Dr. Gaby Lepper-Mainzer. Beobachtungen aus der Antike knüpfen an die nahende Ausstellung "Luxus und Dekadenz" an. "Meine Leidenschaft gilt dieser Epoche", führte sie die Gäste zu ihren Werken, die in den Farben stimmungsvoll mit der Dekoration "spielten".

Sommerlich frische Speisen wie Tranche von der Lammhüfte mit honigglasierter Garnele weckten als raffinierter Imbiss lukullische Gaumenfreuden. Münsters Weinkontor, geführt von drei hauptberuflichen Juristen, krönten die Finesse des Abends. Das Publikum begleitete diese Premiere bei "Stiel und Blüte" mit einem Gefühl von Glück und Neugier. Und weil, wie Hesse sagte, selbst das Verblühen so liebenswert sein kann, gab es zum Abschied für jeden Gast eine Rose. Elisabeth Schrief

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