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Jupps Erlebnisbiergarten am Stausee wächst

Sind Container ein Stilbruch?

Haltern Gerade ist „Jupp“ wieder zum schönsten Biergarten Deutschlands gekürt worden. Jetzt stehen graue Container unter den Buchen am See. Wie passt das zusammen?

Sind Container ein Stilbruch?

Toddy Geldmann zeigt die Umrisse von Deutschlands schönstem Biergarten an der Hullerner Straße 107 und den Standort der neuen Versorgungsstation. Foto: Foto:Elisabeth Schrief

Toddy Geldmann hat ein Schild an die Tür geheftet: Nein, die Container bleiben hier nicht stehen! „Wer uns kennt, weiß, dass es einen solchen Stilbruch niemals geben wird“, sagte er am Dienstag bei einem Redaktionsbesuch vor Ort. Die beiden Container sind Teil der neuen Versorgungsstation, für die gerade das Fundament gelegt wird. Sie werden bald mit Holz ummantelt und passen sich dann an das Gesamtbild an.

Mit diesen Arbeiten bewegt sich Familie Geldmann noch im Rahmen des alten Bebauungsplanes. Dieser wird nun erweitert, dafür fasste die Politik den Satzungsbeschluss. Denn weitere Veränderungen kündigen sich an.

Neue Optik

Erholungssuchende aus der ganzen Region lieben diesen Platz am See für eine Pause. Für sie baut Familie Geldmann eine neue Wander- und Fahrradstation sowie einen Kiosk. „Doch mit den Arbeiten beginnen wir erst 2019“, erklärte Toddy Geldmann.

Und sonst tut sich nichts? Wäre untypisch für Familie Geldmann. „Doch! Wir gestalten und möblieren den Eingang zum Biergarten neu“, lädt Toddy Geldmann zu einer kurzen Besichtigung ein. Frischer und zeitgemäßer – diesen Eindruck sollen die Gäste beim Eintritt in die Erlebnisgastronomie unter den Buchen aufnehmen. Die Stühle bezieht er von einer Werkstatt, in der Menschen mit Behinderungen arbeiten.

Unmweltbericht

Für die Tradition der Waldgaststätte, besser bekannt als Jupp unner de Böcken, gibt es keinen alternativen Standort. Der Name ist mit dem Standort unter den Buchen verbunden, deshalb sprachen sich alle beteiligten Behörden (natürlich unter Auflagen) für die Beibehaltung der Gastronomie im Wasser- und Landschaftsschutzgebiet aus. Eine Erweiterung zur Waldgaststätte an einem anderen Bauort im Wald würde erheblich größere Eingriffe in Natur und Landschaft nach sich ziehen, heißt es im Umweltbericht des Kreises.

Zwei Jahre sind bis zur Änderung des Bebauungsplanes vergangen, weil eine Vielzahl von Trägern öffentlicher Belange gehört werden musste. Die Halterner Politiker und auch die Verwaltung unterstützten das Anliegen von Familie Geldmann. „Besonders mit der Bauverwaltung hatten wir einen sehr konstruktiven Austausch“, betont Toddy Geldmann.

Kritik wegen Parkplätzen


Zuletzt, in der Sitzung des Ausschusses Stadtentwicklung/Umwelt, kritisierte Heinrich Wiengarten (SPD) „eine ungeordnete Parkplatzsituation“. Toddy Geldmann kontert im Nachhinein: „Die meisten unserer Gäste kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad, für andere haben wir Parkplätze an der Hullerner Straße abgelöst.“

Ein weiterer Einwand, der aber keine Diskussion im Ausschuss provozierte, kam von Anette Fleuster (Die Grünen): „Ich sorge mich langsam, dass der Biergarten übermöbliert wird.“

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