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17 Sozialwohnungen entstehen in Haltern

Stadt will den Wohnungsmarkt entspannen

HALTERN Wohnungen in Haltern sind knapp, vor allem, wenn sie bezahlbar sein sollen. Grüne und SPD forderten in zurückliegenden Ausschuss-Sitzungen deshalb immer wieder sozialen Wohnungsbau. Baudezernentin Anette Brachthäuser sieht allerdings in einem anderen Bereich größeren Bedarf.

Stadt will den Wohnungsmarkt entspannen

Günstiger Wohnraum ist in Haltern knapp. Foto: picture alliance / Oliver Berg/d

„Was wir brauchen, sind Wohnungen mit günstigeren Mieten“, sagte sie auf Nachfrage. Die Stadt will künftig ihre eingeschränkten Möglichkeiten nutzen, um durch Bebauung auf eigenen Grundstücken die Lage zu entspannen. Am Pastors Kamp und auch am Bahnhof (nach Verlegung des Pendlerparkplatzes) wird die Stadt ein Mischgebiet entwickeln. Die Stadt besitzt zwischen Innenstadt und Bahnhof einen großen Teil der Flächen, das Areal an der Annabergstraße hat sie von der Bahn gekauft.

Diese Grundstücke haben einen geringeren Bodenrichtwert und lassen sich deshalb für kostengünstigeres Wohnen vermarkten. Die Stadt denkt dabei vor allem auch an Familien. „Denn im Moment ist der Trend in Haltern, barrierefrei für junge Senioren zu bauen, die ihre eigenen Immobilien mit Garten aufgeben und stadtnah auf eine Etage ziehen“, so Brachthäuser.

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Die Zahl derjenigen, die eine Sozialwohnung suchen, ist dagegen vergleichbar gering. In Haltern gibt es aktuell 173 sozial geförderte Familien-Eigenheime und 288 sozial geförderte Mietwohnungen. 2016 wurden 51 Wohnberechtigungsscheine an Halterner ausgestellt, mehr waren es auch im vergangenen Jahr nicht. Antragsteller brauchen Wohnungen für eine bis fünf Personen. Mit dem Berechtigungsschein können sie jede Sozialwohnung in NRW beziehen. Weil Haltern attraktiv ist, kommen gern Berechtigte aus umliegenden Städten. „Eigentlich haben wir genügend Sozialwohnungen, nur unter dem Druck von außen kann es eng werden“, erklärte die Baudezernentin.

Der Anteil an sozialem Wohnungsbau beträgt in der Stadt zurzeit etwa 4,2 Prozent. Gerade werden an der Heerstraße und an der Weseler Straße 17 Sozialwohnungen gebaut. Die Stadt besitzt kaum noch eigene Flächen, auf denen sie Planungshoheit hat. Sie bedauert, dass der Flächennutzungsplan nicht genügend Raum für neue Baugebiete gelassen hat.

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