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Test sprach für Jennifer

Haltern "Ich bin nicht hier, weil mein Vater auch hier arbeitet", mit diesem Vorurteil räumt Jennifer Muck gleich zu Gesprächsbeginn auf.

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Vielmehr musste die 18-Jährige einen vierstündigen Ausbildungstest absolvieren - mit rund 50 weiteren Anwärtern auf den Ausbildungsplatz als Sekretäranwärter (Sacharbeiter) bei der Stadt Haltern. Das Ergebnis war so gut, dass sie mit vier weiteren Kandidaten zum Vorstellungsgespräch geladen wurde und schließlich den Ausbildungsplatz erhielt.

In diesem Jahr, so erläutert Helen Koch vom Personalamt, die die Auszubildenden gemeinsam mit Ausbildungsleiter Jürgen Schröder betreut, gibt es bei der Stadt Haltern nur einen Ausbildungsplatz: "Wir bilden bedarfsgerecht aus." Heißt: Wer hier seine Ausbildung macht, hat gute Chancen, später übernommen zu werden.

Gerade wurden per Anzeige zwei Auszubildende für 2008 gesucht. Schon im Herbst müssen sich die Bewerber einem Eignungstest stellen. Erstellt wird der Test vom Studieninstitut für Personalauslese in Köln in Zusammenarbeit mit dem Studieninstitut Emscher-Lippe. Sollte sich jemand bei den Städten Marl, Recklinghausen oder beispielsweise auch Gladbeck bewerben, bekäme er überall die gleichen Fragen gestellt. Darum ist die Teilnahme an dem Test auch nur einmalig erlaubt, die Städte tauschen die Ergebnisse untereinander aus.

Bewerbung

Von ihrem guten Abschneiden war Jennifer ganz überrascht: "Ich hatte vorher schon Tests gemacht, die ich für viel einfacher gehalten habe. Diesen empfand ich als ziemlich schwer." Rund 50 Bewerbungen hatte die Auszubildende losgeschickt. Ein Bürojob, so lautete dabei ihre Wunschvorstellung, sollte es sein. Sie bewarb sich daher als Bank- und Industriekauffrau, aber auch bei der Stadt Marl. Als Stadtsekretäranwärterin (die Ausbildung dauert zwei Jahre) muss Jennifer 41 Stunden arbeiten. Da bei der Stadt Gleitzeit möglich ist, beginnt Jennifer um 7 Uhr morgens und macht um 16.30 Uhr Feierabend. Zwei Tage in der Woche besucht sie die Schule. Nach einem Praktikum bei einem Tierarzt stand für sie fest: Wegen der langen Arbeitszeiten bis 20 Uhr abends kommt dieser Job für sie nicht in Frage. Die Arbeitszeiten bei der Stadt gefallen ihr dagegen gut, denn so kann sie ihr Hobby, das Reiten, weiter pflegen Heike Riemann

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