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Eltern kämpfen für ihre Kinder um Spielplatz-Erhalt

Vier Gelände im Fokus: Ausschuss entscheidet am Dienstag

HALTERN Der Bau- und Verkehrsausschuss entscheidet am Dienstagabend, ob vier weitere Spielplätze der Stadt geschlossen werden sollen. Das stößt auch auf Unmut.

Vier Gelände im Fokus: Ausschuss entscheidet am Dienstag

Der Spielplatz an der Mühlenstege Foto: Foto: Sanders

Die Debatte um die Schließung von Kinderspielplätzen ist neu entbrannt. Über die Zukunft der vier Plätze Elsa-Brandström-Straße, An der Mühlenstege, Hegewinkel und Im Wienäckern wird der Bau- und Verkehrsausschuss am Dienstagabend entscheiden. Das ruft einige Eltern von der Mühlenstege auf den Plan.

Der Kinderspielplatz dort werde alles andere als wenig genutzt, meint Stefanie Sentis. Die Mutter nutzt das Gelände oft mit ihren drei Söhnen (5/3/1). „Die Kinder beurteilen die Attraktivität eines Spielplatzes nicht danach, wie teuer ein Spielgerät ist oder welches Baujahr es hat“, betonte die Anwohnerin am Montag im Gespräch. Die geringe Attraktivität der Spielgeräte hatte die Stadt unter anderem als Argument für die Schließung angeführt.

„Die Kinder hängen an dem Spielplatz“

Es gebe in der Nachbarschaft auch andere Eltern, die die Pläne bedauerten, sagte Sentis weiter. „Die Kinder – große und kleine – hängen an dem Spielplatz.“

Stefanie Sentis ist klar, dass in Neubaugebieten mehr Kinder wohnen und ein Spielplatz dort dringender benötigt werde als in alten Gebieten. „Trotzdem muss die Stadt perspektivisch denken“, fordert die Halternerin. Derzeit vollziehe sich ein Generationenwechsel in ihrem Wohngebiet: „Anwohner kommen in ein Alter, in dem sie den Spielplatz wieder mit ihren Enkeln besuchen oder sie verkaufen ihre Immobilien an junge Familien.“

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Nicht nachvollziehen kann sie das Argument der Stadt, ein attraktiverer und größerer Spielplatz befinde sich als Ersatz ganz in der Nähe. Sentis: „Beurteilen Sie ,unmittelbare Nähe‘ einmal aus Sicht eines Kindes – da werden aus fünf Minuten schnell 50 Minuten Gehzeit.“ Noch am Montagnachmittag wollte sie mit ihren Kindern zur Bürgermeistersprechstunde: „Die Kinder können ihre Stimme ja nicht erheben, deswegen sind wir Erwachsene in der Pflicht.“

Insgesamt 29 Spielplätze auf Streichliste

Der Rat der Stadt Haltern hatte 2012 beschlossen, bis 2020 im Rahmen der Haushaltssanierung 29 Kinderspielplätze und acht Bolzplätze zu schließen. Jedes Jahr werden eine Handvoll Plätze auf den Plan gesetzt. Seitdem hagelt es regelmäßig Kritik von Eltern.

Auch Celina Sanders appelliert an die Politik: „Die Grundstücke hier im Gebiet sind für Spielgeräte zu klein.“ Der Spielplatz an der Mühlenstege, neben dem sie mit ihrer Familie wohnt, werde rege genutzt, nicht nur von ihren Kindern. „Das ist natürlich auch eine schöne Entlastung für die Eltern.“

Unmut gibt es auch wegen der für 2019 geplanten Schließung des Spiel- und Bolzplatzes Römerstraße/Römerlager. Hier sei eigentlich fast jeden Tag etwas los, stellt Anwohnerin Nina Buthe fest. Der nächste Spielplatz sei 500 Meter entfernt und habe keine besseren Spielgeräte als der Platz an der Römerstraße.

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