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Halterner Hospizdienst feiert Geburtstag

„Wichtig ist, dass man das Herz am rechten Fleck hat“

HALTERN Ein Jahr ist es her, dass der Kinder- und Jugendhospizdienst seine Zweigstelle in Haltern eröffnet hat. „2017 ist für uns super gelaufen“, sagte Yvonne Steinbuß, die als einzige Hauptamtliche den Dienst hier leitet.

„Wichtig ist, dass man das Herz am rechten Fleck hat“

Liesa Möllers (von links), Yvonne Steinbuß, Simona Möllers, Hilla Berheide und Heidrun Schwarz macht die Arbeit viel Freude. Foto: Pia Stenner

Yvonne Steinbuß blickte auf viele erfolgreiche Aktionen und Projekte im vergangenen Jahr zurück: Familientreffen, Sommerfest, gemeinsame Frühstücke, Erste-Hilfe-Schulungen, Weihnachtsfeier, eine Übernachtungsparty, ein Sponsorenlauf – und am Samstag folgte mit dem Tag der offenen Tür gleich die nächste Veranstaltung.

Für die Kinder gab es Spiele und Glitzertattoos, während sich die Erwachsenen über die Arbeit des Dienstes austauschten, sich gegenseitig informierten und neue Ideen und Projekte besprachen. Dabei ging es neben den Aktivitäten mit den Betroffenen auch viel um Öffentlichkeitsarbeit: Nicht nur, um Ehrenamtliche und Spender zu finden, sondern auch, um aufzuklären. Denn viele wüssten nicht, was genau ein ambulanter Hospizdienst mache. „Wir sind keine Pflegeeinrichtung und es sieht hier nicht aus wie in einer Praxis.“, stellte Steinbuß klar. „Es geht darum, Zeit zu schenken.“

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Und das könne grundsätzlich jeder, ehrenamtliche Helfer brauchen keine Ausbildung im medizinischen oder pflegerischen Bereich – „wichtig ist nur, dass man das Herz am rechten Fleck hat“. Durch einen speziellen Kurs werden die Ehrenamtlichen dann auf ihre Arbeit mit kranken Kindern und deren Familien vorbereitet. Dabei reden sie unter anderem mit Angehörigen verstorbener Kinder, beschäftigen sich mit dem eigenen Tod und besuchen einen Bestatter.

Simona Möllers nimmt gerade an einem solchen Kurs teil, um ab Juni selbst „einfach was zu machen, zu helfen und Glück zu teilen.“ Bedenken, dass es schwierig werden könnte, mit den Schicksalen der Kinder umzugehen, hatte sie nicht. Man werde auch als Ehrenamtlicher gut aufgefangen, wenn mal etwas sei. Ähnlich sieht das Heidrun Schwarz. „Vorbehalte kamen eigentlich nur von außen, aus Unwissenheit über Hospizarbeit.“

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