140 Stellen fallen weg

Stadtlohn/Heek Der Möbelhersteller hülsta will sein 250 Mitarbeiter zählendes Werk in Heek bis Ende des Jahres 2009 schließen. Mit der Konzentration auf die beiden Produktionsstandorte Stadtlohn und Ottenstein verbunden ist ein Abbau von 140 Arbeitsplätzen im Unternehmen.

140 Stellen fallen weg

<p>Den Fragen zahlreiche Pressevertreter stellte sich gestern hülsta-Geschäftsführer Dr. Bernd Göbel. Ohm</p>

Das erklärte gestern Geschäftsführer Dr. Bernd Göbel bei einer Pressekonferenz am Hauptsitz in Stadtlohn. Zuvor waren in Betriebsversammlungen die Belegschaften über diesen Entschluss informiert worden, den die Geschäftsleitung mit dem Gesamtbetriebsrat abgestimmt habe.

Als Gründe für diesen Schritt verwies Dr. Göbel auf den steigenden Kostendruck ebenso wie auf den Wunsch, durch eine Zusammenlegung insbesondere Investitionskosten einzusparen. Am Standort Stadtlohn sollen weiterhin die Schlafraum-Programme und "now!" gefertigt werden. Das Unternehmen will in Ottenstein nun die gesamte Produktion für den Wohn- und Jugendbereich vereinen. Spezialaufgaben seien bereits in Tochterunternehmen ausgegliedert, so die Furnierherstellung bei Hobb in Coesfeld sowie Lackoberflächen und Metalle bei Halco in Bad Bentheim. Derzeit würden sowohl in Ottenstein als auch in Heek Wohnraummöbel hergestellt. "Deshalb haben wir in beiden Werken ähnliche Produktionsautomaten."

"Maschinenintensiv"

Wenn hülsta dies jetzt auf einen Standort konzentriere, entfalle die Notwendigkeit, stets zwei gleiche Anlagen für Heek und Ottenstein kaufen zu müssen: "Die Herstellung von Kastenmöbeln ist sehr maschinenintensiv." Die Neuausrichtung geschehe in Abstimmung mit dem Betriebsrat. Die Zusammenlegung werde schrittweise erfolgen: Produktion und Personal würden orientiert am einzelnen Produkt aus Heek verlagert: "Das wollen wir sehr sorgfältig machen", betonte Göbel. Parallel wolle hülsta in die verbleibenden beiden Standorte investieren: "Wir möchten sie stärken. Unser Ziel ist Wachstum." Göbel bekräftigte dabei das Festhalten am Standort Westmünsterland: "Unsere Möbel kann man nicht in China oder Bulgarien herstellen."

Was geschieht mit den Beschäftigten? Man habe untersucht, wie sich die entsprechenden Ströme künftig verteilen würden, so Göbel: "Das Ergebnis lautete, dass wir Personal im Umfang von 140 Mitarbeitern abbauen werden."

Transfergesellschaft

hülsta strebe eine sozialverträgliche Gestaltung an: "Dazu fühlen wir uns als Familienunternehmen besonders verpflichtet, im Gegensatz zu anderen." Geplant sei, den Betroffenen den Zugang zu einer Transfergesellschaft zu ermöglichen. Details würden bis Mitte März von Geschäftsleitung, Betriebsrat und IG Metall gemeinsam abgestimmt. Wie sich die Entlassungen auf die einzelnen Standorte verteilen und wer betroffen sein wird, sei noch nicht entschieden. to