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Von Darstellung abgerückt

Busunternehmen zu Unrecht beschuldigt

Heek Dass eine Zwölfjährige von Ahaus nach Heek laufen musste, stimmt nicht. Die Mutter hat eine Begründung für die Aussagen ihrer Tochter.

Busunternehmen zu Unrecht beschuldigt

Abgerückt ist inzwischen die Mutter einer Zwölfjährigen von der Darstellung, ihr Kind sei vom Bus nicht mitgenommen worden. Foto: Markus Gehring

Kehrtwende im Fall der zwölfjährigen Schülerin aus Heek. Nach der von der Regionalverkehr Münsterland (RVM) vorgenommenen Analyse der Videobänder aus dem Bus rückt die Mutter von ihrer Darstellung ab. Das erklärte sie am Sonntag gegenüber der Münsterland Zeitung.

„Da es den Untersuchungen nach so war, dass dieser Vorfall nie stattgefunden hat, möchten wir uns in erster Linie bei dem Busfahrer entschuldigen, der zu Unrecht beschuldigt wurde“, erklärte die Heekerin und sprach damit auch für ihre Tochter.

Die Heekerin hatte sich bei ihrer Darstellung der Geschehnisse auf die Aussagen ihrer zwölfjährigen Tochter gestützt. Die Mutter hatte öffentlich erklärt, dass ihre Tochter am vergangenen Dienstag elf Kilometer von Ahaus nach Heek gelaufen sei, weil ein Busfahrer der RVM-Schnellbuslinie S 70 sie nicht mitgenommen habe. Die Zwölfjährige hatte laut Schilderung der Mutter nur den Monatsabschnitt ihrer Fahrkarte dabei, nicht jedoch ihre RVM-Kundenkarte.

Video-Analyse

Dass der von der Mutter geschilderte Sachverhalt falsch ist, hatten Auswertungen der RVM ergeben. So sind in den Bussen Videokameras im Eingangsbereich installiert. Die Aufnahme des von der Mutter genannten Umlaufs und auch die Fahrt davor und danach wurden ausgewertet.

Die RVM: „Es hat kein Gespräch zwischen einem Mädchen und einem Fahrer gegeben. Der geschilderte Sachverhalt ist somit falsch.“ Die Heekerin dazu: „Ich bin Mutter und natürlich glaube ich meinem Kind, wenn es mir etwas erzählt. Allerdings weiß ich auch, dass Kinder in Situationen geraten, wo sie sich in etwas verrennen oder ihre Wahrheit nicht die der Erwachsenen ist.“ Die Heekerin möchte jetzt nur noch Ruhe „und nicht zum Spielball von Politikern“ werden. Weiter äußerte sich die Frau nicht über die von ihr zu Unrecht vorgetragenen Beschuldigungen gegen das Busunternehmen und den Fahrer.

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Busunternehmen wertet Videoaufnahmen aus

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Von den Kreis-Grünen war eine Entschuldigung des Unternehmens bei der Mutter gefordert und eine Diskussion über das Beschwerde-Management und die Beförderungspraxis der RVM angeregt worden.

Die RVM wird den von der Heekerin falsch dargestellten Sachverhalt zum Anlass nehmen, den Schulen Informationsmaterial für die Schüler an die Hand zu geben. „Wir fordern jeden Schüler dazu auf, sich beim Fahrer zu melden, falls er sein Schülerticket vergessen hat, damit er gut und sicher mit dem Bus nach Hause gefahren werden kann“, heißt es in einer Stellungnahme der RVM.

Klare Vorgehensweisen

Sollte ein Schüler sein Ticket nicht oder nicht vollständig dabei haben, gibt es laut RVM-Geschäftsführer André Pieperjohanns klare Vorgehensweisen. „Unsere Fahrer sind angewiesen, Schüler bis 14 Jahre mitzunehmen, auch wenn sie kein Ticket vorzeigen können.“ Die Busfahrer nehmen dann die Personalien des Schülers auf und diese können dann im Nachgang nachweisen, dass sie im Besitz eines gültigen Schülertickets sind. „Weitere aus der Vergangenheit in den sozialen Medien dargestellte Nichtmitnahmen können wir nicht klären, da die Kunden sich seinerzeit nicht gemeldet haben“, teilt die RVM mit.

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