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"Das schwerste Ehrenamt"

Heek Einen besseren Zeitpunkt hätte es gar nicht geben können für die Übergabe des Schecks in der evangelischen Magdalenenkirche: Am Sonntag, dem Deutschen Hospiztag, überreichte die evangelische Kirchengemeinde 2000 Euro für die Kinderhospizarbeit im Kirchenkreis Borken-Coesfeld-Steinfurt.

Pfarrer Ulrich Radke, Hospizkoordinator des Kirchenkreises, erinnerte kurz vor dem Erhalt des Schecks an den Deutschen Hospiztag, der an diesem Tag in vielen Gottesdiensten gefeiert wurde.

Der Erlös stammt aus dem Gemeindefest, das die Gemeinde Ende Mai gefeiert hat. Pfarrer Muthart Kickhäfer, der die Scheckübergabe eingebettet hatte in den sonntäglichen Gottesdienst, erinnerte an das Engagement des "Teams Aufbruch", welches das Fest vorbereitet hatte.

Nicht so etwas Großes, dafür kleinere Dinge würde das "Team Aufbruch" auch weiterhin in Angriff nehmen. Kickhäfer nannte als Beispiel die Besuche bei Neubürgern, Senioren und Alleinstehenden.

Das verbindende Bild des Gemeindefestes zierte auch bei diesem bedeutungsschweren Gottesdienst den Altarraum. Das Motto "Du bist gerufen" stehe auch symbolisch für die Zweckbestimmung des Reinerlöses aus dem Fest. Von Anfang an stand für das Team fest, dass der Erlös in die Kinderhospizhilfe fließen sollte. Kickhäfer hatte deshalb Pfarrer Ulrich Radke und drei seiner ehrenamtlichen Hospizhelfer eingeladen.

Seit 2005 ist Radke der erste Hospizkoordinator des evangelischen Kirchenkreises überhaupt. Er betreut die Hospizgruppe Borken-Gemen-Oeding und seit 2006 auf ökumenischer Basis eine zweite Hospizgruppe der katholischen Gemeinde St. Josef in Gronau. Zusammen sind es rund 50 Ehrenamtliche, die in der Palliativarbeit intensiv geschult werden. Es ist das schwerste Ehrenamt, dass der Staat zu vergeben habe, so Radke. Hospiz bedeute Herberge. In ihrer Arbeit begleiten sie die Sterbenden auf ihrem letzten Weg, helfen Konflikte in der Familie zu lösen zwischen den Angehörigen und dem Betroffenen.

Schicksalsschläge

Anne Fischedick (31) arbeitet als Krankenschwester in der Notfallaufnahme. Sie sah viele Unfalltote, weshalb sie sich 2004 entschloss, in die Hospizarbeit zu gehen.

Kathrin Dolega (38) kam durch den Tod der Eltern zur Hospizarbeit. Nach dem Tod eines ihrer Drillinge wandte sie sich der Kinderhospizarbeit zu. emk

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