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100.000 Euro extra

Kita-Erweiterung wird noch teurer

HEEK Die Erweiterung des Kindergartens St. Marien wird noch teurer als geplant. Einer erneuten Aufstockung der Mittel stimmte der Gemeinderat zu.

Kita-Erweiterung wird noch teurer

Die Kita-Plätze in Heek reichten nicht mehr aus. Deshalb musste die Gemeinde in einen Anbau für den Marienkindergarten investieren. Foto: dpa

Zunächst kalkulierte die Gemeinde für die Erweiterung des Kindergartens St. Marien mit Gesamtkosten von 450.000 Euro. Doch schon Mitte Oktober stimmte der Rat einer Erhöhung von 100.000 Euro zu. Aber das war noch nicht genug. In der abschließenden Sitzung des Jahres beschloss er nun, weitere 110.000 Euro überplanmäßig zur Verfügung zu stellen. Damit steigen die Kosten auf insgesamt 660.000 Euro.

„Wir hatten im Vorfeld nur unkonkrete Zahlen“, begründete Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff in der Ratssitzung den Anstieg. Als der Haushalt für 2017 verabschiedet wurde, lag demnach noch keine konkrete Kostenberechnung vor.

Brandschutzkonzept
Zudem lagen nach Angaben der Verwaltung die Rohbaukosten mit rund 55.000 Euro deutlich über dem Ausschreibungsergebnis, ebenso war es deutlich teurer als geplant, die Anforderungen aus dem Brandschutzkonzept zu erfüllen. Es mussten mehrere und bessere Fluchttüren eingebaut werden.

Der Anbau ist mittlerweile fertig, eine wirkliche Chance, der Mittelerhöhung nicht zuzustimmen, hatten die Ratsmitglieder also nicht. „Da müssen wir in den sauren Apfel beißen“, kommentierte Walter Niemeyer (CDU) die Entscheidung. Und Reinhard Brunsch (SPD) fügte an: „Kinder sind lieb und teuer.“

Dafür hob der Bürgermeister etwas anderes positiv hervor: „Beim Zeitplan war es eine Punktlandung“, sagte er. Wie geplant konnte der Kindergarten den Anbau ab September dieses Jahres nutzen. Seitdem wird er an den Träger der Einrichtung vermietet, die Katholische Kirchengemeinde. Dadurch nimmt die Gemeinde jährlich rund 18.500 Euro ein. Die Kirche selbst hatte im Jahr 2016 erklärt, dass sie nicht in den Anbau investieren wolle, weshalb die Gemeinde diese Aufgabe übernahm. Nur so war es möglich, fehlende Betreuungsplätze für Ü3-Kinder bereitzustellen.

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