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Heeker Schüler machen Radio für Schüler

Kreuzschule Heek ist auf Sendung

Heek Moderieren, schneiden, recherchieren: An der Kreuzschule Heek machen Schüler Radio für Schüler. Die Achtklässler schrecken auch vor großen Namen nicht zurück.

Kreuzschule Heek ist auf Sendung

Die Radio-AG der Kreuzschule hat ihre erste Sendung ausgestrahlt und arbeitet schon an der nächsten. Hier führen (v.l.) Frederik, Finja, Marie und Sena-Nur ein Interview mit der didaktischen Leiterin ihrer Schule, Melanie Kofoet. Foto: Robert Wojtasik

Sena-Nur hört gerne und viel Radio. Die 14-jährige Kreuzschülerin steht total auf Popmusik. „Aber ich interessiere mich auch für Medien allgemein und wie man Interviews führt“, sagt sie. Lange überlegen musste die Achtklässlerin deshalb nicht, als ihre Schule eine Radio-AG anbot. Sie war sofort dabei, wie elf ihrer Mitschüler auch. Das ambitionierte Projekt: ein eigener Radiosender für die Kreuzschule.

Die Idee kam auch beim Medienhaus Lensing Hilfswerk gut an. Als gemeinnützige Institution sammelt es eigene Spenden für lokale Projekte, die im Zuge der Aktion „Wir helfen in...“ verteilt werden. Die Radio-AG war im vergangenen Jahr eines von zwei Projekten im Verbreitungsgebiet der Münsterland Zeitung, das mit jeweils 2500 Euro gefördert wurde. Geld, das die jungen Radiomacher gut gebrauchen konnten. Denn professionelle Hörfunk-Beiträge lassen sich nur mit professioneller Ausstattung produzieren.

„Wir haben Aufnahmegeräte gekauft, ein Lautsprechersystem und gerade läuft auch noch eine Bestellung für Mikrofone“, sagt Kai Großkopf, der die AG mit seiner Kollegin Elisabeth Wiegering betreut. Unterstützt werden die beiden Lehrer dabei von Klaus Kriebel von Radio WAS – das ist die Bürgerfunksparte von Radio WMW, die auch die Beiträge der Radio-AG ausstrahlt.

Tipps vom Medientrainer

Kriebel ist außerdem Sozialarbeiter und ein von der Landesanstalt für Medien NRW befugter Medientrainer. „Es geht darum, junge Leute an das Medium Radio heranzuführen“, sagt er. „Ganz wichtig dabei ist es, ihnen eine Haltung zu vermitteln und zu zeigen, wie man sich in öffentlichen Medien verhält. Wir merken, dass sich junge Leute oft wahllos in Sozialen Medien bewegen.“ Auch handwerklich hilft Kriebel den Schülern weiter. Er gibt unter anderem Tipps zum richtigen Recherchieren und Moderieren. Das pädagogische Grundgerüst für die AG haben die Lehrer Kai Großkopf und Elisabeth Wiegering entwickelt. „Es soll vor allem peppig sein, damit es gern von Schülern gehört wird“, sagt Großkopf.

Erstmals auf Sendung war das Schüler-Radio vor ein paar Wochen mit dem Thema „Berufsberatung und Berufsorientierung“. Für den Beitrag sprachen die Schüler unter anderem mit Praktikanten und ließen diese von ihren Erfahrungen berichten.

Die gelungene Premiere hat noch mal zusätzlichen Eifer freigesetzt. Denn die Schüler machten sich sofort ans nächste Thema. Vor dem Hintergrund des Eklats bei der diesjährigen Echo-Verleihung, bei der die Rapper Kollegah und Farid Bang trotz antisemitischer Textzeilen in ihren Songs ausgezeichnet wurden, entschieden sie sich für das Thema „Extremismus in der Sprache“.

Wenig Hemmungen

Erste Interviews mit Bürgermeister Franz Josef Weilinghoff und Mitarbeitern der Flüchtlingshilfe sind schon geführt. Die Landtagsabgeordnete Heike Wermer (CDU) hat auch schon einem Interview zugestimmt. „Die Schüler sind selbst aktiv geworden, was mich total begeistert hat“, sagt Kai Großkopf. „Sie hatten wenig Hemmungen zu moderieren und Anfragen für Interviews zu stellen.“ Selbst vor den ganz großen Namen schreckten sie nicht zurück: Von Bundeskanzlerin Angela Merkel gab es allerdings eine Absage – einen Versuch war es aber allemal wert.

Der nächste Beitrag soll noch vor den Sommerferien ausgestrahlt werden. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Die AG plant außerdem, ihre Beiträge demnächst als Stream im Internet zur Verfügung zu stellen.

Das Medienhaus Lensing Hilfswerk bündelt das soziale Engagement dieser Zeitung. Seit Jahren unterstützt es Kindergärten und Schulen bei Projektideen, ehrt und fördert das Ehrenamt, berichtet und stärkt lokale Projekte.

Zum zweiten Mal unterstützt das Medienhaus Lensing Hilfswerk lokale Bildungsprojekte im Verbreitungsgebiet der Münsterland Zeitung mit bis zu 5000 Euro.

Dieses Geld möchten wir mit Ihrer Hilfe bestmöglich einsetzen. Deswegen bitten wir um Projektvorschläge, welche Schulen, Kindertagesstätten und Kindergärten unterstützt werden sollen.

Auf der Internetseite der Münsterland Zeitung finden Sie diesen Aufruf und ein Formular, mit dem Sie Ihre Einrichtung vorschlagen können. Bitte schicken Sie das Formular bis zum 9. Juni (24 Uhr) ab.

Die Redaktion wird Ihre Vorschläge sichten und die Sieger bestimmen. Anfang Juli informieren wir die Glücklichen. Wir sind sicher, dass viele Projekte die Unterstützung verdient haben. Lassen Sie uns wissen, wo wir Gutes tun können.

Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge!

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