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Heeker Unternehmer bieten neuartigen Poller an

Mit einem 4,4-Tonner gegen Terror und Gewalt

Heek Sicherheit mit wenig Aufwand bietet das Heeker Unternehmen „Poller-Max“ Kommunen und Unternehmen – mit neuartigem Konzept. Vor dem Hotel M 3 wurde am Samstag ein Prototyp ihres Pollers installiert. Die Arbeitszeit blieb unter dem anvisierten Rahmen.

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Vor dem Hotel M3 in Heek wurde am Samstagmorgen ein Prototyp des 4Tonnen-Pollers als Modulsystem installiert und präsentiert - vor vielen interessierten Zuschauern.

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So sieht der Prototyp des 4-Tonnen-Pollers als Modulsystem aus, der am Samstagmorgen von vielen interessierten Heekern bestaunt wurde.

Foto: Gausling

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Vor dem Hotel M3 in Heek wurde am Samstagmorgen ein Prototyp des 4Tonnen-Pollers als Modulsystem installiert und präsentiert - vor vielen interessierten Zuschauern.

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Vor dem Hotel M3 in Heek wurde am Samstagmorgen ein Prototyp des 4Tonnen-Pollers als Modulsystem installiert und präsentiert - vor vielen interessierten Zuschauern.

Sicherheit gegen Anschläge wie in Münster am 7. April bieten Absperrungen mittels Poller – sofern vorhanden und stark genug. Der Aufwand, mit dem Kommunen wie jetzt auch Münster damit aufrüsten, ist enorm. Doch es sollte einfacher gehen, finden Andreas Rosery aus Nienborg und Jürgen Weitkamp aus Wessum. Die beiden Ingenieure haben ein modulares System entwickelt, das vor Ort fertig installiert werden kann – in weniger als sechs Stunden. Ausfahrbar mit Akkuschrauber und energieautark. Am Samstagmorgen wird vor dem Hotel M3 ein Prototyp installiert.

Die Anschläge von Berlin und Münster haben nicht nur Bevölkerung und Politik aufgeschreckt: Andreas Rosery und Jürgen Weitkamp steckten schon nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt die Köpfe zusammen und überlegten, was zu tun sei. „Wir sind international viel unterwegs gewesen und haben viel gesehen“, erzählt Andreas Rosery. Damals arbeiteten der Maschinenbautechniker und der Diplom-Maschinenbau-Ingenieur Jürgen Weitkamp bei einem Gronauer Industrieunternehmen. Doch nach vielen Tüftelstunden in der heimischen Garage nach Feierabend siedelten sie Anfang März mit ihrer Idee in eine Halle im Industriegebiet Bült über und machten sich selbstständig.

Stahl und Spannbeton

Ludger Gausling unterstützt die beiden Jungunternehmer und beteiligt sich am Unternehmen. Er ist überzeugt von der Idee der beiden. „Das ist der harte Kern“, erklärt er und deutet auf den Zylinder aus doppelwandigem Stahl, der aus einem hüfthohen Klotz aus Beton ragt. Auch der ausfahrbare Zylinder ist mit Spannbeton gefüllt. Insgesamt 4,4 Tonnen wiegt der Prototyp, den Andreas Rosery erklommen hat. Er steckt einen Mehrkant-Steckschlüssel auf einen Akkuschrauber. „Jedes Modul hat einen individuell gefrästen Schlüssel“, erklärt er. „Und ein individualisiertes Schloss.“ Nur, wer den passenden Schlüssel hat, kann den Zylinder aus- oder einfahren. Mit kurzen Handgriffen demonstriert er, wie es funktioniert: kinderleicht.

Der Clou des Konzeptes ist für die Auftraggeber vor allem ein anderer: „Auf den Baustellen, wo jetzt Poller installiert werden, gibt es normalerweise viele Gewerke“, erklärt Jürgen Weitkamp. „Wir wollen die Arbeiten aus der Baustelle auslagern.“ Mit anderen Worten: Das komplette System wird mitsamt versenkbarem Sockel vorgefertigt und in wenigen Stunden vor Ort installiert. Andreas Rosery und Ludger Gausling zeigen Fotos von herkömmlichen Baustellen. „Ein Riesenaufwand ist das“, sagt Andreas Rosery. „Ein Wahnsinn.“ Dabei ist es nicht nur der Zeitfaktor, der die Jungunternehmer beschäftigt hat, wie Ludger Gausling unterstreicht. „Etwa dreißig Prozent Kostenersparnis gegenüber der herkömmlichen Bauweise“, so Gausling, sprechen für das Konzept.

20 Arbeitsplätze

„Er ist unser Mentor“, erklärt Jürgen Weitkamp. Gausling hat nicht nur eine Betriebshalle für die Herstellung der Prototypen zur Verfügung gestellt und sich an der Unternehmensgründung auch finanziell beteiligt. Auch das Netzwerk des 2G-Gründers spielt eine Rolle. So entstand etwa der Kontakt zum Heeker Betonproduzenten Büscher und anderen Zulieferern. „Etwa sechs Leute arbeiten zur Zeit an dem Projekt“, erklärt Gausling. Bis zu 20 Arbeitsplätze sollen mittelfristig entstehen. „Wir werden das Engineering und die Planung behalten, die Produktion aber auslagern“, so Gausling.

Anfragen gibt es schon – von Kommunen wie Unternehmen. Autohäuser aus Coesfeld etwa wollen das System zur Diebstahlsicherung einsetzen. Der Prototyp, der am heutigen Samstag am Hotel M3 installiert wird, könnte Terrassengäste etwa bei einem Unfall auf der B70 schützen, die hier eine enge Kurve aufweist. Andreas Rosery denkt weiter: „An Bushaltestellen stehen oft viele Menschen“, überlegt er. „Die sind immer einer latenten Gefahr ausgesetzt.“

Am Samstagmorgen wurde der Prototyp vor dem Hotel M3 in der Heeker Ortsmitte installiert. Vier Stunden wurden gebraucht. Viele Interessierte schauten sich die Arbeiten an - als der Poller ausgefahren wurde, brandete Beifall auf..

Die „Komplett-Lösung“ aus einer Hand haben sich die Heeker patentieren lassen.

Die vorgefertigten Module können im Nut-und-Feder-Prinzip verbunden, individuell angepasst, versetzt und wiederverwertet werden.

Pollerhöhen von 60 bis 80 Zentimeter und Durchmesser von 22 bis 32 Zentimeter sind vorgesehen.

Die Poller sind energieautark (kabellos), können mechanisch, aber auch per Funk, App oder mit Schalter versehen bedient werden.

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Vor dem Hotel M3 in Heek wurde am Samstagmorgen ein Prototyp des 4Tonnen-Pollers als Modulsystem installiert und präsentiert - vor vielen interessierten Zuschauern.

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So sieht der Prototyp des 4-Tonnen-Pollers als Modulsystem aus, der am Samstagmorgen von vielen interessierten Heekern bestaunt wurde.

Foto: Gausling

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Vor dem Hotel M3 in Heek wurde am Samstagmorgen ein Prototyp des 4Tonnen-Pollers als Modulsystem installiert und präsentiert - vor vielen interessierten Zuschauern.

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Vor dem Hotel M3 in Heek wurde am Samstagmorgen ein Prototyp des 4Tonnen-Pollers als Modulsystem installiert und präsentiert - vor vielen interessierten Zuschauern.

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