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Neue Armut an der Dinkel ?

Heek Steigende Energie- und Spritkosten, immer höhere Belastungen, jüngst auch noch stark anziehende Lebensmittelpreise - und auf der anderen Seite "nur" ein zur Verfügung stehendes Einkommen von - statistisch gesehen - jährlich 14 836 Euro für Konsum- oder Sparzwecke. Droht an der Dinkel eine "neue Armut"?

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So dramatisch erscheint die Lage mit Blick auf die intakten Strukturen in der Gemeinde zwar nicht. Fakt ist dennoch: In der aktuell vorgelegten Erhebung des Landesamts für Datenverarbeitung und Statistik (LDS) bildet Heek mit Abstand das Schlusslicht im Kreis Borken (Durchschnittswert kreisweit: 18 184 Euro).

Nord-Süd-Gefälle

Selbst von der Größe vergleichbare Gemeinden wie Legden (16 573 Euro verfügbar) oder Südlohn (17 544 Euro) schneiden mit Abstand besser ab. Den Ahauser Bürgern gesteht die Statistik sogar 18 483 Euro pro Kopf zu, Spitze im Kreis ist allerdings die Stadt Rhede mit mehr als 20 000 Euro verfügbarem Pro-Kopf-Einkommen. Landesweit rangiert die Dinkelgemeinde mit nicht einmal 15 000 Euro nur noch auf Platz 390 von den insgesamt 396 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen.

Damit nicht genug: Während Nachbargemeinden wie Legden und Schöppingen ihre Platzierungen auf der NRW-Rangliste im Vergleich zum Vorjahr verbessern konnten, rutschte Heek noch drei Plätze ab - eine negative Entwicklung, die sonst kaum eine Kommune im Kreis vorzuweisen hat.

Substanzverlust

Zusätzlich hat das Landesamt auch das so genannte Primäreinkommen, also das Gesamteinkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen, erhoben. Auch dabei sieht es in Heek nicht viel besser aus, denn laut Statistik entfällt auf jeden Bürger ein Betrag von 16 765 Euro - im Vergleich zum Vorjahr mit noch 16 877 Euro sogar ein Rückgang, den sonst keine andere Kommune im Kreis Borken zu verzeichnen hat. Vielmehr konnten in allen anderen Städten und Gemeinden die Einwohner ihr Primäreinkommen mehr oder weniger deutlich steigern. mel

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