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Rat sieht Zuschuss für Bronzefigur kritisch

22.000 Euro Kosten

Der Heimatverein Nienborg will dem Dichter Paul Advena ein Denkmal setzen. Der Rat ist dafür. Unklar ist aber noch, woher das Geld für die Figur kommt.

Heek

von Stephan Teine

, 09.07.2018
Rat sieht Zuschuss für Bronzefigur kritisch

Theo Franzbach, Vorsitzender des Heimatvereins Nienborg, stellte den aktuellen Stand der Planungen für die Skulptur des Dichters Paul Advena vor. Unklar ist zurzeit noch, aus welchen Kassen die Investition von 22.000 Euro genau finanziert wird. © Stephan Teine

Die Summe hat es in sich: 22.000 Euro soll die lebensgroße Bronzefigur des Nienborger Apothekers und Heimatdichters Paul Advena (1865-1947) kosten. Im Rat hat der Heimatverein jetzt ein 1:3,5-Modell aus Wachs vorgestellt.

Zu seinem 50-jährigen Bestehen will der Verein Bleibendes hinterlassen: Eine Skulptur des Nienborger Heimatdichters Paul Advena soll es sein (Münsterland Zeitung berichtete). Die Figur Advenas soll auf einer Bank sitzen und den Blick nachsinnend in Richtung alte Mühle schweifen lassen. Auf dem Schoß hält er ein Buch. Darauf soll in erhabenen Buchstaben sein Gedicht „An der Mühle in Nienborg“ zu lesen sein. „Gegen die Genehmigung, die Skulptur dort aufzustellen spricht ja eigentlich nichts“, hatte Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff zu Beginn der Diskussion gesagt.

Finanzierung noch offen

Nur über die Finanzierung muss in Heek und Nienborg noch gesprochen werden: „So wie die Planung gerade aussieht, wäre es dem Heimatverein nur unter Schwierigkeiten möglich, das Projekt umzusetzen“, sagte Theo Franzbach, Vorsitzender des Heimatvereins Nieborg. Deutlich einfacher sei es für den Verein, wenn er auf Mittel aus der Gemeinde zurückgreifen könne. Das hatte im Bauausschuss Anfang Mai noch anders geklungen: Auch da war schon über die Mehrkosten des Entwurfs gesprochen worden. Mit 6.000 Euro mehr als ursprünglich einmal vorgesehen schlug die Skulptur da schon zu Buche. „Wir wollen Spender und Sponsoren finden und durch eigene Beiträge und Rücklagen die Kosten decken“, hatte Theo Franzbach da noch erklärt.

Natürlich sind auch in den neuen Berechnungen des Vereins Förder- und Sponsorengelder vorgesehen. Der Verein würde es aber dennoch begrüßen, wenn es eine Finanzspritze aus der Gemeindekasse geben würde.

Franz Epping (CDU) stieß genau diese Frage nach dem Zuschuss durch die Gemeinde sauer auf. „Insgesamt muss man die Planung natürlich begrüßen“, schob er erst noch vorweg. Doch: „Gerade die Zusage, dass der Heimatverein die Skulptur aus eigenen Mitteln stemmen wollte, fanden wir damals sehr schön“, sagte er. Das stelle sich ja nun anders da. Er forderte Heimatverein und Gemeinde auf, alles zu tun, um mögliche Fördermittel zu generieren. Und er verwies auch auf das in der Gemeinde übliche Procerede für Vereinsjubiläen.

Einstimmig für Planung

Eine Einigung gab es im Rat daraufhin aber dennoch: Einstimmig wurden die Planungen für die Skulptur an der Alten Mühle angenommen. Über die Finanzierung soll zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal gesprochen werden, wenn klar ist, wie viele Förder- und Sponsorengelder zusammenkommen.