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Reise durch Geschichte des Jazz

Heek Schneidende Bläser, perlendes Piano, fließender Kontrabass - der Klangkörper steht voll im Saft. Und doch: "Stopp, stopp, stopp!" - Dirigent Bill Dobbins ist nicht nur Profi, sondern auch Perfektionist. Erst wenn jedes noch so kleine Detail stimmt, ist er zufrieden.

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"Ich möchte die jungen Musiker an das hohe Niveau und die Anforderungen der professionellen Musikszene heranführen", umreißt der musikalische Leiter, der eigens für die 40. Arbeitsphase des Bundesjugendjazzorchesters - kurz BuJazzO - aus den Vereinigten Staaten angereist ist, sein Credo.

Seit Anfang der Woche proben 45 Nachwuchsjazzer aus dem gesamten Bundesgebiet in der Landesmusikakademie in Heek-Nienborg, - allesamt Studenten praktisch sämtlicher Musikhochschulen, die über eine Jazzabteilung verfügen.

Neun Fachdozenten

Vormittags sind zunächst die einzelnen Sektionen an der Reihe, jeweils unter Anleitung namhafter Fachdozenten für jedes Instrument: Trompete, Posaune, Saxophon, Gitarre, Bass, Piano und Schlagzeug sowie zwei für Jazz-Gesang - unter diesen Dozenten drei Musiker der "ersten Stunde" des BuJazzO, das im Jahr 2008 sein 20-jähriges Bestehen feiert.

Nachmittags dann kommt das gesamte Ensemble im großen Konzertsaal zusammen, um mehrere Stunden mit Bill Dobbins und dem gesamten Klangkörper das neue Programm einzustudieren. Die letzten beiden Tage spielte das BuJazzO nur noch in großer Besetzung, um sich gezielt auf das Konzert am morgigen Sonntag, 19 Uhr, vorzubereiten.

Weit gefächert

Die Besucher erwartet eine Reise durch die Geschichte des Jazz, denn Dobbins' Arrangements sind weit gespannt: zunächst vorrangig Stücke, die zwischen 1920 und 1960 entstanden sind, wie Kompositionen von Harold Arlen ("Over the rainbow" von 1938/39, bekannt aus dem Musicalfilm "The Wizard of Oz") oder Jerome Kern, die er als "Popmusik der 30er und 40er Jahre" bezeichnet, bis hin zu Duke Elling tons "Controversial Suite" mit den beiden gegensätzlichen Parts "Before my time" und "Later" oder Thelonious Monks Piano-Solo "Four in One", von Dobbins transkribiert für Orchester.

Zeitgenössische Stücke wie "Fanfarronade" von Erik Satie oder "Bulgaria" von Peter Erskine beschließen das Konzertprogramm. mel

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