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Überflieger im Netz

Heek Sie fliegen. Höher als jeder Vogel. Und das, obwohl jedes der 14 Kinder fest auf seinem Drehstuhl im Computerraum der Hauptschule sitzt. Das Internet verleiht den Heeker Grundschülern Flügel.

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Carsten Rakers hilft bei den ersten Gehversuchen im Netz.

Vormittags im Computerraum der Kreuzschule: Das Internet ist den Grundschülern im Alter von sechs bis zehn Jahren inzwischen schon ein vertrautes Medium. MLZ Fotos (2) Lüttich-Gür

"Da unten ist unser Bauernhof", ruft ein Junge und deutet auf den Monitor mit einem Satellitenfoto des Programms Google Earth. "Da steht sogar Papas Auto", ergänzt der Nächste aufgeregt. Lukas (10) dagegen hat nur Augen für einen großen Rundbau mit einer grünen Fläche in der Mitte: "Die Arena auf Schalke", stellt der Fußball-Fan fast feierlich fest. Mit seiner rechten Hand führt er die Maus auf und ab und lässt den Curser - so heißt der kleine Pfeil auf dem Bildschirm, wie er inzwischen weiß - über dieRänge wandern. Hinter Lukas und den anderen Kindern im Computerraum liegen erst eineinhalb von vier Tagen Internetschulung, "doch selbst die zwei, drei Kinder, die zu Hause gar keinen Computer haben, kommen inzwischen ganz gut zurecht", freut sich Diplom-Sozialpädagoge Carsten Rakers vom Jugendhaus ZaK. Zusammen mit dem Jahrespraktikanten Johannes Kuiper betreut er die Internet-Schulung des Heeker Jugendwerks für die "Medienfüchse" von morgen.

"Wir wollen zum einen den Spaß am Internet wecken, zum anderen aber auch dafür sorgen, dass die Kids von vorne herein bewusst mit dem Medium umgehen", betont er. "Bewusst", das heißt auch vorsichtig. Denn im Welt umspannenden Netz - das wissen jetzt die Kinder - warten nicht nur Wissen, Spiele, Musik und Kontakt, sondern auch Gefahren.

Ob er einem Fremden seine Handynummer geben würde, will Rakers von einem Jungen wissen. "Ich bin doch nicht blöd", kommt die entrüstete Antwort. Genauso dumm sei es, im Internet vertrauliche Daten weiter zu geben, mahnt Rakers. Alle nicken.

Keine Sorge: Viereckige Augen werden die Teilnehmer des Ferienprogramms morgen Nachmittag nicht haben. Denn dass echte Spiele - mit Ball oder ohne, aber immer mit viel Geschrei und Lachen - mindestens genauso viel Spaß machen wie die virtuellen, lernen die Medienfüchse nicht nur theoretisch. Jeden Nachmittag jeweils nach dem gemeinsam gekochten Mittagessen stehen PC-Rallye, Mouse-Pad-Basteln und andere Aktivitäten auf dem Programm - jenseits vom Bildschirm. sy-

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Carsten Rakers hilft bei den ersten Gehversuchen im Netz.

Vormittags im Computerraum der Kreuzschule: Das Internet ist den Grundschülern im Alter von sechs bis zehn Jahren inzwischen schon ein vertrautes Medium. MLZ Fotos (2) Lüttich-Gür

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