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Fußball Landesliga 4

Derby zwischen dem Werner SC und SV Herbern

Herbern Die Spielstätten des SV Herbern und des Werner SC liegen nur zehn Kilometer auseinander. Es ist aber nicht nur die geringe Entfernung, die die beiden Fußball-Landesligisten verbindet. Man kennt sich.

Derby zwischen dem Werner SC und SV Herbern

Dennis Kaminski (r.) kickt seit der B-Jugend für den SV Herbern, wohnt aber in Werne-Stockum. Er verpasst das Derby, er muss arbeiten. Foto: Christian Greis

Nach seinem Tipp für das Derby am Sonntag, 29. April (15 Uhr) zwischen den beiden Fußball-Landesligisten Werner SC und SV Herbern gefragt, antwortet Mondrian Runde wie aus der Pistole geschossen: „Wir gewinnen das Heimspiel 3:1“. Was soll der 27-jährige Mittelfeldspieler des Werner SC auch anderes sagen? Klar, sein Kumpel Dennis Kaminski (28) vom SV Herbern sieht das vollkommen anders: „Wenn Mondrian das sagt und wenn er glaubt, dass wir nicht heiß sind, dann hat er sich geschnitten. Mir reicht ein 1:0. Hauptsache gewinnen.“

Runde und Kaminski kennen sich gut, beide sind in einer Clique und haben auch schon beim SV Herbern zusammengespielt. Drei Jahre lang waren sie Teamkameraden in der ersten Mannschaft. Seit dieser Saison spielt Runde wieder beim Werner SC, bei dem er das Fußballspielen gelernt hat. Hier gehörte er zu dem Kader, der mit dem Aufstieg in die Bezirksliga 2011 den Grundstein zum heutigen Erfolg gelegt hat.

SV Herbern ein Jahr in der Westfalenliga

Dennis Kaminski hat bis zur B-Jugend in Werne gespielt, verließ dann den Werner SC in Richtung Herbern. Er ist einer der wenigen Akteure im aktuellen Kader, der die eine Saison 2012/13 in der Westfalenliga miterlebt hat. Der 28-Jährige hat eine enge Verbindung nach Werne, wohnt in Stockum. Deshalb fiebert er dem Derby besonders entgegen – ärgert sich deshalb maßlos, dass er selbst nicht auflaufen kann. „Das ist eine Katastrophe. Ich bin zwar an die Sonntagsschichten hin und wieder gewöhnt, aber am Tag des Derbys ist das natürlich sehr schade“, sagt Kaminski und weiter: „So ein Spiel ist etwas fürs Prestige, auch wenn es hier ebenfalls nur drei Punkte zu verteilen gibt.“

Und die braucht der Werner SC im Abstiegskampf dringender als der SV Herbern im oberen Tabellenviertel. Nur ein Punkt trennt den Werner SC vor der Abstiegszone. „Für uns wäre ein Sieg im Abstiegskampf natürlich sehr wichtig“, sagt Runde.

Herbern steht auf Rang vier, kann mit der Saison bislang zufrieden sein. „Das sind wir auch. Obwohl wir natürlich vor allem auswärts viele Punkte haben liegen lassen“, erzählt Kaminski.

Die Vorfreude aufs Derby ist beiden Spielern deutlich anzumerken. Der ganz große Hype wie vor dem Hinspiel (2:2), das das erste Landesliga-Derby der beiden Vereine seit 30 Jahren war, sei diesmal ausgeblieben.

Die Ruhe vor dem Sturm

In den WhatsApp-Gruppen der Spieler herrschte Stille, groß in die eine oder andere Richtung wurde nicht gefeuert. „Es ist verhältnismäßig ruhig geblieben. Ich habe auch noch mit niemandem aus Herbern über das Spiel gesprochen“, sagt Mondrian Runde. „Vielleicht ist das die Ruhe vor dem Sturm“, sagt er weiter und lacht.

Ähnlich empfindet Kaminski. Beim Training unter der Woche habe er aber gespürt, dass die Jungs „heiß“ sind. „Ein paar Prozentpunkte haben einige draufgelegt“, so Kaminski. „Aber man gibt natürlich in jedem Training Vollgas“, schiebt er schnell hinterher, um seinen Trainer nicht zu verärgern.

Wer sich am Sonntag nach dem Abpfiff ärgert, der darf sich dann aber wohl doch auf einige Sprüche seiner Kumpels gefasst machen. Ein bisschen frotzeln gehört doch zum Fußball einfach dazu. Erst recht unter Freunden.

Das sagen die Trainer der beiden Mannschaften

„Das wird eine heiße Kiste“, sagt SVH-Coach Holger Möllers, der keinen fußballerischen Leckerbissen erwartet. Im Hinspiel (2:2) habe sein Team noch den Druck gehabt und sei damit nicht gut zurechtgekommen. Die Vorzeichen sehen nun anders aus, Herbern kann befreit aufspielen. „Der Druck liegt aufgrund der Tabellensituation bei uns. Herbern ist aber natürlich der Favorit“, sagt WSC-Trainer Lars Müller. Die Stimmung im Werner Lager hätte vor dem Derby besser sein können. Doch die 1:3-Pleite gegen Burgsteinfurt hatte Nachwirkungen auf die Gemütsverfassung.

Personell sieht die Lage beim WSC so aus, dass Jussef Saado, Daniel Durkalic und Keeper Sebastian Treppe angeschlagen sind. Treppe steht laut Coach Müller aber auf jeden Fall in der Startelf. Bei Durkalic und Saado wolle er abwarten, spielbereit seien sie aber allemal.

Beim SVH muss Gonzalo Redondo Conde passen, der gegen Borken Rot gesehen hatte. Der Verband hat ihn für ein Spiel gesperrt. Dennis Kaminski ist beruflich verhindert. Simon Mors ist leicht angeschlagen. Zurück ins Team kehrt Dennis Hölscher.

Anpfiff: Sonntag, 15 Uhr, Sportanlage Werner SC (Kunstrasen Lindert), Kardinal-von-Galen-Straße, 59368 Werne

Fußball: Landesliga

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