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Damen der Bürgerschützen aus Herbern

Die „Flintenweiber“ schießen weiter scharf

Herbern Vor 25 Jahren gründeten sich die „Flintenweiber“ des Bürgerschützenvereins Herbern. Beim Jubiläum präsentieren sie sich in guter Form. Die Gruppe brachte sogar schon eine Königin hervor.

Die „Flintenweiber“ schießen weiter scharf

Das ist die erste Damenschießriege in Herbern. Alle zwei Monate treffen sich die „Flintenweiber“, die jetzt ihr 25-Jähriges feiern. Foto: Claudia Hurek

Die offizielle Definition des Wortes „Flintenweib“ wird im Duden angegeben mit: „Frau, die eine Feuerwaffe trägt und kompromisslos auftritt und deren Auftreten als unangenehm empfunden werden kann“. Dass der Duden hier irrt, beweisen seit 25 Jahren die „Flintenweiber“ aus Herbern.

Im Januar 1993 gründeten Gisela Reichert (die „Schießmutter“ ist leider vor einigen Jahren verstorben), Rita Becker, Heike Overs, Birgit Temmann, Brigitte Schäper, Christa Ruhe, Hildegard Pettentrup, Elfriede Neuhaus, Elfriede Eckholt und Martina Schiffer die erste und derzeit einzige Damenschießriege des Bürgerschützenvereins 1822 Herbern.

Elf Schützinnen

Im Jahr 2001 stieß als elfte Schützin noch Anita Bernsmann dazu. Wurde in den Anfangsjahren noch auf einem kleinen Schießstand, der in einem Stall auf der jetzigen Königsallee stand, auf Papierscheiben geschossen, genießen die Damen inzwischen den Luxus eines Schießstandes im Schützenheim.

Dieser wurde im Jahr 1998 auf dem Graf-Ferdinand-von Merveldt Schützenplatz eingeweiht und ist seit ein paar Monaten digitalisiert. Das lästige Heranziehen und auswerten der Papierscheiben entfällt somit.

Treffen alle zwei Monate

Schießwart und Schießvater ist seit 25 Jahren Theo Schäper, der, wie die Flintenweiber meinen, „oftmals unser Geschnatter aushalten muss“. „Manchmal ist es tatsächlich sehr laut, aber ich freu mich trotzdem jedes Mal auf diesen Termin“, sagt Schäper mit einem Augenzwinkern.

Bei den Treffen, die alle zwei Monate samstags von 15 bis 20 Uhr stattfinden, steht neben dem Scheibenschießen die Geselligkeit im Vordergrund. Reihum sorgen immer zwei Mitglieder für das leibliche Wohl. Die beste Schützin des Tages erhält als Belohnung ein kleines Geschenk; hier gilt es bei 15 Schuss die meisten Punkte zu erzielen. Einmal jährlich wird zusätzlich noch ein Pokalschießen veranstaltet.

Besondere Ehre für Birgit Temmann

Im Jahr 1997 sicherte sich Birgit Temmann beim jährlichen Schützenfest des BSV sogar den Titel der Sonntagskönigin. Sie bewies damit, dass sich das Training der „Weiber“ auszahlt.

Zum zehnjährigen Jubiläum im Jahr 2003 führte ein gemeinsamer Ausflug die Damen für drei Tage nach Hamburg, zum zwanzigjährigen ging es nach Leipzig. Mit einem Glas Sekt und vielen schönen Erinnerungen an gesellige Abende ließen die Flintenweiber ihren Jubiläumstag ausklingen.

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