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Ein Ort für die Trauer auf Erden

ASCHEBERG Trauer braucht einen sichtbaren Ort. Für die meisten Hinterbliebenen ist dies das Grab auf dem Friedhof. Doch es gibt Menschen, die haben kein Grab.

Ein Ort für die Trauer auf Erden

Vertreter aus der Politik beteiligten sich an der Segnung der Stele für Sternenkinder.

In diesem Fall ist die Rede von Babys, die nur wenige Tage alt oder gar tot geboren wurden. Sie werden Sternenkinder genannt.

Freude und Hoffnung geweckt

Und obwohl sie manchmal nur ganz kurz auf dieser Erde waren, so haben sie doch den Lebenskreis berührt. "Sie haben Freude und Hoffnung geweckt, sie haben von Anfang an einen festen Platz im Herzen ihrer Eltern und Großeltern", fand Pfarrer Alfons Homölle am Samstag in der Friedhofskapelle im Rahmen eines Wortgottesdienstes die passenden Worte.

Hierher kamen Vertreter von Rat und Gemeinde sowie interessierte Bürger, um der Segnung der Gedenkstätte für Sternenkinder beizuwohnen. "Hierbei handelt es sich nicht um eine Fläche für Bestattungen, sondern um eine reine Gedenkstätte für all diejenigen, die ein Kind verloren haben, das nicht beerdigt wurde", betonte Bürgermeister Dieter Emthaus in seiner Ansprache.

Ort der Trauerbewältigung

Mit der Gedenkstätte wurde ein Ort der Stille und eine würdige Möglichkeit zur Trauerbewältigung geschaffen. Eingebettet in weiße Kieselsteine wirkt die vom Herberner Bildhauermeister Andreas Fabritius aus schwarzgrünem Diabas-Stein gefertigte Stele beruhigend. "Wie ein Stern am Himmel, ist jedes Kind in Gottes Hand geboren" sagt dieser Spruch, der die Stele ziert, mehr als viele Worte. "Diese Stele ist Ausdruck unserer Sprachlosigkeit aber auch des Mitgefühls und der Anteilnahme", brachte es Pfarrer Martin Roth auf den Punkt, bevor sein katholischer Kollege Homölle die Gedenkstätte segnete, mit der nun ein sichtbarer Ort gegen das Vergessen auf dem Ascheberger Friedhof geschaffen wurde. Ein Ort für die Sternenkinder, die zwar nicht auf Erden, "dafür aber im Himmel einen festen Platz haben", so Roth.

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