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Schätze auf dem Tennenboden entdeckt

KIRCHHELLEN Eigentlich wollte die Familie Brauckmann nur ihre Diele ausbauen, doch sie hatten keine Ahnung, welche Schätze sich auf dem alten Tennenboden noch versteckten.

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Schätze auf dem Tennenboden entdeckt

<p>Diese Dokumente lagen auf dem Dachboden.</p>

"Das Stroh musste weg und darunter lagen noch alte Möbel", erklärte Peter Brauckmann, der noch immer nicht glauben kann, was er dort fand. "Ich wollte ein Eichenbrett wegräumen und darunter klapperte es." Das Klappern kam von einem alten Holzsiegel, denn in dem Brett befand sich eine Schublade mit rund 15 gut erhaltenen Urkunden.

Brauckmanns wussten damit nicht viel anzufangen und legten sie erstmal beiseite. Durch einen Artikel erfuhren sie ein paar Jahre später von Franzis Janknecht, die schon seit langem die Geschichte der Kirchhellener Familien aufarbeitet. Die Historikerin hatte in einem Artikel aufgerufen ihr alte Fotos und Schriften zur Verfügung zu stellen. "Deshalb habe ich dann angerufen", sagte Hildegard Brauckmann.

Nur Kirchenbücher

Franzis Janknecht fiel fast der Hörer aus der Hand, als sie hörte, von wann die Urkunden waren. "Wir haben an schriftlichen Unterlagen aus der Zeit meist nur die Kirchenbücher zur Verfügung", so die Historikerin. Sie besuchte die Brauckmanns, um die Urkunden unter die Lupe zu nehmen. "Es sind notarielle Unterlagen von 1676 bis um 1900, die immer weiter gegeben wurden", so Franzis Janknecht. Zwar sind die Schriften noch nicht vollständig übersetzt und ergeben teilweise noch nicht viel Sinn, aber sie konnte schon einige wichtige Informationen daraus filtern.

Rätsel gelöst

Ein Testament von 1747 gab Aufschluss über ein Rätsel, das Janknecht schon lange beschäftigt. "Wir haben immer überlegt woher der Name Brauckmann Hermes kommt", meinte sie. "Es gab nie Belege darüber, dass eine Hermes in die Brauckmannfamilie einheiratete." Das war auch nicht der Fall. In den Urkunden war von einem Hermann Brauckmann die Rede und von diesem muss der Name abgeleitet sein. "Ich kann mir vorstellen, dass es erst 'Herms Hof' hieß und hinterher zu Hermes wurde", freute sich Franzis Janknecht.

Auch zu einem ortsübergreifenden Problem fand sie weitere Hinweise. Die Geschichte des Möbelbauers Riesener ist immer noch nicht geklärt. "Es gibt noch Streit darüber, ob er Kirchhellener oder Gladbecker Abstammung ist", so Franzis Janknecht. Eine der Urkunden erklärt jetzt, dass es einen Frohnhof Riesener auf der Gladbecker Straße gegeben hat und der Amtsmann Johannes Riesener seinen Sitz dort hatte.

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