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Viele Geschäftsräume stehen leer

KIRCHHELLEN Es ist schon fast gespenstisch ruhig, wenn man vom Parkplatz an der Schulze-Delitzsch-Straße in die noch verbleibenden Geschäfte geht. Der Grund: Kaum Passanten sind hier unterwegs.

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Monika Matthes plädiert für mehr Beleuchtung. Dziabel

Da, wo bis zum Auszug des Kaufparks noch reger Betrieb herrschte, läuft heute kaum noch jemand vorbei und gerade die ansässigen Läden bemerken den Kundenschwund. Monika Matthes von der gleichnamigen Bücherstube fühlt sich zu recht etwas allein gelassen, denn ihre beiden direkten Nachbarn, Kaufpark und der Modeladen "Andy's", sind weg. Die Räumlichkeiten des Kleidungsgeschäftes sind ab Februar wieder zu vermieten. "Bisher lässt man uns im Ungewissen, was mit den Ladenlokalen passiert", erklärte Monika Matthes. Ihres Wissens gibt es noch keine Nachmieter. Das hat Auswirkungen. Die Laufkundschaft, die früher beim Einkaufen nochmal schnell ein Buch oder eine Karte als Geschenk kaufte bleibt aus. "Unsere Stammkunden bleiben uns aber treu", so Monika Matthes.

Platz wirkt verlassen

Doch dies sei nicht das Einzige, was ihr zu schaffen macht. "Es ist abends hier so dunkel, dass sich viele gar nicht trauen hier zu parken", erklärte sie. Desto weniger Leute kommen, umso verlassener wird der Platz, was ebenfalls Auswirkungen haben kann. "Hier wird es ja nicht schöner. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Grafittis an den Wänden sind und die ersten Scheiben eingeschlagen werden", befürchtet die Buchhändlerin.

Unwissenheit

Teilweise wissen die Kunden gar nicht, dass auf der Schulze-Delitzsch-Straße noch Geschäfte sind. "Ich wurde schon oft erstaunt angeschaut. Die meisten sagen dann, ich wusste gar nicht, dass es hier ein Nagelstudio gibt", erklärte Monika König vom Nagelstudio in Kirchhellen.

Ideen, wie man das Problem angehen könnte

Monika Matthes hat einige Ideen, wie man dieses Problem angehen könnte. "Zunächst wäre mehr Beleuchtung hilfreich und dann müssten die Ladenlokale so schnell wie möglich wieder vermietet werden." Man könne die großen Räume des ehemaligen Kaufparks schließlich auch in zwei Läden unterteilen. "Hier in Kirchhellen würde beispielsweise noch ein Reformhaus, ein Spielzeugladen oder eine alternative Drogerie fehlen", so Matthes. Doch egal, was in Zukunft passiert - für die verbleibenden Geschäftsinhaber ist klar: "Wir bleiben!"  

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Monika Matthes plädiert für mehr Beleuchtung. Dziabel

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