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Sieg auf dem Platz, Sieg auf der Tribüne

VfB Kirchhellen siegt im Entscheidungsspiel

Spieler, Trainerteam und Fans haben im Entscheidungsspiel Vollgas gegeben und der VfB Kirchhellen ist Meister der Kreisliga A1 GE. Doch der Aufstieg ist noch nicht in trockenen Tüchern: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

Kirchhellen

von André Kaminski

, 01.06.2018
Sieg auf dem Platz, Sieg auf der Tribüne

Helle Freude bei düsterem Himmel: Nach dem Sieg feierte die Mannschaft ausgelassen vor der Tribüne. Foto Kaminski

Mit dem 1:0-Sieg gegen F.S.M. Gladbeck kürte sich der VfB Kirchhellen am Donnerstag (31. Mai) zum Meister der Kreisliga A1 GE. Am Sonntag (3. Juni) kommt es um 16 Uhr auf dem Gladbecker Jahnplatz, Konrad-Adenauer-Allee 1, zum finalen Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga gegen den SV Horst-Emscher 08 II. Doch auch im Falle einer möglichen Niederlage hat der VfB noch Chancen auf den Aufstieg.

Rund 1400 Zuschauer sorgten im Gelsenkirchener Fürstenbergstadion für eine grandiose Stimmung. Die ganze Partie über feuerten die Fans beider Lager die Mannschaften lautstark an – mit akustischen Vorteilen auf der Kirchhellener Seite. Die zweite Mannschaft des VfB, extra mit einem Planwagen nach Gelsenkirchen gereist, hatte sogar einen Vorsänger inklusive Megafon und Trommel mit an Bord. Immer wieder heizte er die Fans an: „Steht auf, wenn ihr Kirchhellener seid!“ Und der ganze Fanblock stand.

Nach einer überlegenen ersten Hälfte, guten Torgelegenheiten und einem wegen Handspiels aberkannten Tors ging es mit einem 0:0 in die Kabinen. Dort fand VfB-Trainer Bartosz Maslon scheinbar die richtigen Worte, denn in der zweiten Hälfte legte sein Team in puncto Zweikampfverhalten und Siegeswillen noch eine Portion drauf.

Selm entscheidet Spiel

In der 58. Minute erreichte die Stimmung dann ihren ersten Höhepunkt. Nach einem feinen Zuspiel aus dem Halbfeld nahm sich Dominik Selm ein Herz und versenkte den Ball im Gladbecker Tor. Spieler, Trainer und Fans brachen in Jubel aus, stürmten Richtung Platz und die eine oder andere Bierfontäne schoss durch die Luft.

In Laufe der zweiten Hälfte ließ die Elf von Maslon nicht mehr viel zu und der Sieg schien zu keiner Zeit gefährdet. Der VfB hatte sogar noch einige Möglichkeiten, die ungenutzt blieben. Dementsprechend fiel auch das Fazit des Trainers aus: „Der Sieg war mehr als verdient.“

Dabei war es bereits eine Überraschung, dass der VfB überhaupt noch einmal die Chance auf die Meisterschaft bekam. Nur aufgrund des Unentschiedens der Gladbecker am letzten Spieltag gegen Schaffrath kam es zum Entscheidungsspiel. „Ein Teil der Mannschaft hat in den letzten Spielen nicht mehr an diese Chance geglaubt und abgeschaltet. Dann gab es ein Gespräch mit den Jungs und wir haben den Hebel gemeinsam umgelegt“, so Maslon. „Aber der Fußball schreibt seine eigenen Geschichten und ich möchte immer gewinnen, immer das Maximum rausholen. Wir als Trainerteam haben daher immer an die Meisterschaft geglaubt“, sagt der Sportlehrer, der sich als Trainer selbst als eine Mischung aus Domenico Tedesco (Schalke) und Jürgen Klopp (Liverpool) sieht.

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Auch am Donnerstag war er nicht zu 100 Prozent zufrieden: „Man hat den Jungs angemerkt, dass sie so eine Kulisse nicht gewohnt sind. Die Nervosität war daher schon erkennbar. Aber die Tribüne hat uns auch vorangetrieben und für extra Motivation gesorgt. Danke daher an alle, die den Weg nach Gelsenkirchen gefunden haben.“

Nach dem Schlusspfiff feierte die Mannschaft gemeinsam mit den Fans und auch plötzlich auftretender Hagel und Starkregen konnte die Freude nicht trüben. „Das können doch nur Freudentränen sein“, hieß es aus dem Fanblock.

Nächste Partie steht an


Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Am Sonntag kommt es zum Aufstiegsspiel gegen SV Horst-Emscher 08 II. Unter dem Motto „Unser Dorf – unser Verein“ werden die Fans erneut aufgerufen, die Mannschaft zu begleiten und sie lautstark zu unterstützen.

Im Falle eines Sieges steigt der VfB nach sechs Jahren wieder in die Bezirksliga auf, im Falle einer Niederlage muss die Maslon-Elf gegen den Gewinner des Vizemeisterduells der Recklinghäuser A-Ligen ran. Das sind der SC Reken und die DJK SpVgg. Herten. „Wir sehen uns alles andere als chancenlos und werden auch am Sonntag alles raushauen“, so Maslon.


Hinweis: Die Parkplätze am Jahnplatz sind begrenzt und werden am Sonntag durch Ordner geregelt. Die Zuschauer werden daher gebeten, die Plätze im Auto auszunutzen und gemeinsam anzureisen, im Idealfall sogar mit dem Fahrrad. Treffpunkt ist um 14.45 Uhr auf dem Johann-Breuker-Platz. Auch die Anreise mit dem ÖPNV ist möglich, der SB36 fährt um 14.49 Uhr ab Schulze-Delitzsch-Straße und hält an der Haltestelle Gladbeck West (Europabrücke), nur wenige Meter vom Jahnplatz entfernt.