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100 Jahre "Jupheidi"

Legden Nur wenige Vereine in der Region können sich einer solch langen Geschichte rühmen, und erst recht keine aus diesem "Genre": Seit 100 Jahren besteht der Legdener Kegelklub "Jupheidi".

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"Stichtag" für das Jubiläum war zwar der 11. Juli, gefeiert aber wurde in dieser Woche. Rechtzeitig fertig geworden ist dazu auch die umfassende Festschrift, zusammengestellt von Wilhelm Terhörst und bereichert durch Beiträge des Alterspräsidenten Peter Grethen. Dass den Klub neben dem eigentlichen Kegeln vor allem auch die Pflege der Geselligkeit und Kameradschaft über alle Krisenzeiten hinweg zusammengehalten hat, belegt die reich bebilderte Chronik eindrucksvoll.

Echte Originale zählte der Klub seit jeher in seinen Reihen, allen voran der erste Vorsitzende und spätere Präsident Leo Brüning , der damalige Postmeister von Legden. Zu den weiteren Gründungsmitgliedern zählten Heinrich Möllers, Karl Lohmann, Anton Richters, Gottfried Wilmink, Heinrich Gralle, Paul Melchers, August Lanfer und Ignaz Brüning.

Aus der Gründungszeit ist nur ein Kegelbuch aus den Jahren 1908 bis 1910 erhalten, weitere Unterlagen bis 1924 existieren nicht mehr. Dennoch überdauerte der Klub den Ersten Weltkrieg ebenso wie die folgende Weltwirtschaftskrise. Rege Aktivitäten prägten die 1920er Jahre mit jährlichen Winterfesten, Preiskegeln und vor allem den Ausflügen - eine Tradition, die auch heute noch jährlich mit vielen interessanten Reisezielen gepflegt wird.

1932 bestand "Jupheidi" 25 Jahre - ein Anlass der gefeiert werden sollte, wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage jedoch in "bescheidenem Rahmen" nur unter den Mitgliedern und mit folgendem Menü: Suppe mit Einlage, Rindfleisch mit Beilagen, Filet mit Röstkartoffeln und Käseschnittchen für drei Mark pro Person und etwa 30 Liter Bier zu 75 Mark. Der Chronist Wilhelm Laue bemerkte dazu in der schweren Zeit des Wiederaufbaus im Jahr 1947: "Wie froh wären wir, wenn wir uns so ein Abendessen heute erlauben könnten. Es waren gegenüber den heutigen Verhältnissen noch goldene Zeiten."

Da war der Zweite Weltkrieg - der Kegelbetrieb lief noch bis Juni 1944, als die Kegelbahn mit Schanzerinnen für den Ausbau der Festung Legden belegt wurde - jedoch überstanden, und "Jupheidi" hatte sich wieder zusammengefunden.

1947 wurde beschlossen, das Vereinslokal von Ho mey er nach Lanfer zu verlegen und jedes Jahr am Dreikönigstag die "Weihnachtsfeier" abzuhalten - bis in die 70er Jahre vom "Vergnügungsdirektor" Hermann Rensing organisiert und von den Mitgliedern mit ihren Frauen begeistert aufgenommen. Für die Ausflüge zeichnete Hermann Schonefeld als "Reisemarschall" verantwortlich - viele dieser Traditionen sind bis heute lebendig und stehen für das, was "Jupheidi" ausmacht. mel

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