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Fehlende Plätze doch vorhanden

Legden Die Empörung war groß: Dass die Plätze für eine verlässliche Betreuung der Grundschulkinder zwischen acht und ein Uhr ausgelost würden anstatt zusätzliche Plätze zur Verfügung zu stellen, "darf doch nicht wahr sein", schimpfte die UWG-Fraktion im Rat. War es auch nicht: Denn tatsächlich stimmten Angebot und Nachfrage passend überein.

"Sie sind wohl nicht ganz auf dem aktuellen Stand", klärte Bürgermeister Friedhelm Kleweken die Unabhängigen im Legdener Rat auf. Die Situation, dass sich 70 Kinder auf die 50 Plätze in der beliebten Betreuungseinrichtung beworben hätte, sei so entgegen erster Befürchtungen nie eingetreten. "Wir haben 50 Plätze, und 50 Kinder wurden angemeldet eine Punktlandung", so Kleweken weiter.

Der Antrag der UWG, "weitere Plätze zur Verfügung zu stellen", hatte sich damit allerdings noch nicht erledigt. Anstatt dem Rat des CDU-Fraktionsvorsitzenden Berthold Langehaneberg zu folgen, "jetzt den Antrag zurückziehen, und damit das Gesicht nicht ganz zu verlieren", setzte Christoph Behrendt-Richter (UWG) noch nach. Was denn sei, wenn im nächsten Jahr der Bedarf das Angebot übersteige. Immerhin sei es in diesem Jahr zumindest "sehr eng" gewesen. Die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und die Vertreter der beiden anderen Fraktionen, die die Bedeutung der Acht-bis-Eins-Gruppe ebenfalls unterstrichen, verwiesen aber darauf, mögliche künftige Probleme erst dann zu diskutieren, wenn die sich tatsächlich einstellten.

Risiko Rückzahlung

Schulamtsleiter Herbert Lenz ging dagegen noch einen Schritt weiter. Er warnte davor, zu sagen: "Die Eltern wollen es, also machen wir es auch". Schließlich seien die Vorgaben des Landes zu berücksichtigen. Das hat sich allerdings bereits zum 1. August aus der finanziellen Förderung des Projektes "Schule von Acht bis Eins" komplett zurück gezogen und fördert inzwischen nur noch Ganztagsangebote.

Trotz allem: Die UWG hielt an ihrem Antrag, das Angebot zu erweitern fest - und erlitt eine Abstimmungsniederlage. sy-

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