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Gericht gibt Gelegenheit zum Führerscheinerwerb

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Legden Haarscharf ist ein 24-Jähriger aus Legden mit einer "Gnadenentscheidung" des Amtsgerichts Ahaus am Gefängnis vorbeigekommen. Zum allerletzten Mal verhängte der Einzelrichter gegen den 24-Jährigen mehrmals einschlägig Vorbestraften eine Bewährungsstrafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Die ausgesprochene Freiheitsstrafe von vier Monaten muss sich der Mann, der zurzeit noch wegen einer anderen Straftat unter Bewährung steht, mit einem tadellosen Lebenswandel in den nächsten drei Jahren verdienen. Ebenso soll er sich drei Monate an ein allgemeines Fahrverbot halten und eine Geldstrafe von 1200 Euro zahlen. Auf eine Führerscheinsperre verzichtete das Gericht, um dem Mann Gelegenheit zu geben, endlich eine Fahrerlaubnis zu erwerben. Im Urteil berücksichtigte das Gericht die nach den Aussagen des Angeklagten nur einmalige Fahrt mit einem von ihm frisierten Motorroller auf der B 474. Er war von der Polizei am 19. Juli dieses Jahres angehalten worden, weil er schneller als die erlaubten führerscheinfreien 25 Stundenkilometer mit seinem Fahrzeug unterwegs war.

Den Roller hatte er durch technische Umbaumaßnahmen "frisiert", sodass er eine höhere Geschwindigkeit erreichen konnte, um schneller zu seiner Arbeitsstelle nach Vreden zu kommen. Durch die Verbüßung einer Haftstrafe, die mit einem Widerruf der bereits verhängten Bewährungsstrafe verbunden worden wäre, hätte er eine längere Zeit im Gefängnis verbringen müssen.

Die zurzeit positiven Lebensumstände, die von seinem Bewährungshelfer bestätigt wurden, wären damit nach Auffassung des Gerichtes wieder zunichte gemacht worden. ek

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