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Gebühren für Restmüll und Bioabfall

Müll in Legden wird teurer

Legden Immer mehr Sperrmüll und Grünabfall liefern die Legdener am Wertstoffhof ab. Das hat Folgen: Im kommenden Jahr steigen die Abfallgebühren. Noch ist es im Außenbereich günstiger.

Müll in Legden wird teurer

Die Gebühren für die Müllabfuhr wird 2018 steigen. Foto: Markus Gehring

Sowohl für den Restmüll als für den Bioabfall werden die Gebühren bereits zum 1. Januar 2018 angehoben. Das befürwortete der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig in seiner Sitzung am Mittwoch. Der Rat wird am kommenden Montag, 11. Dezember, die endgültige Entscheidung treffen.

Wer bisher für seine 80-Liter-Tonne im Innenbereich 200,40 Euro im Jahr zahlte, muss jetzt 16,70 Euro mehr einplanen. Rund sieben Prozent beträgt über alle Tonnenarten hinweg der Anstieg. Im Außenbereich, wo nicht alle zwei Wochen, sondern alle vier Wochen abgefahren wird, ist die Steigerung etwas höher. Die Summe allerdings bleibt niedriger. So kostet die 80-Liter-Tonne 158,40 Euro und damit 13,20 Euro mehr als in diesem Jahr.

40 Tonnen Abfall mehr

Hintergrund für die Anhebung ist, so Bürgermeister Friedhelm Kleweken, dass die Kosten des Wertstoffhofs steigen. 2016 wurden 40 Tonnen mehr Abfall entsorgt, was einer Steigerung um 4 Prozent entspricht. Und 2017 wird eine weitere Anstieg erwartet. Zudem kostet es mehr, dass der Wertstoffhof seine Öffnungszeiten ausgeweitet und auch mittwochs geöffnet hat.

„Der Wertstoffhof ist für die Bürger kostenlos, aber nicht für die Gemeinde“, macht Friedhelm Kleweken klar. Für 2018 wird mit steigenden Gebühren des Kreises vor allem bei Holzabfall, aber auch bei Biomüll und Grünabfall gerechnet. Insgesamt rechnet die Gemeinde Legden für 2018 mit Ausgaben für die Abfallentsorgung von 591.649 Euro, rund 50.000 Euro mehr als der Ansatz für 2017.

Wertstoffhof weiter kostenfrei

Eins war den Politikern aller Fraktionen im Hauptausschuss ganz wichtig: Sperrmüll- und Grünabfälle sollen weiter kostenlos abgegeben werden können. „Das ist ein guter Service“, kommentiert der Bürgermeister. „Es soll keiner in Versuchung kommen, seinen Müll im Wäldchen abzukippen.“ Ob Gebühren in den Wertstoffhöfen erhoben werden, wird in jeder Gemeinde anders geregelt.

Die neuen Abfallgebühren gelten nur für ein Jahr. 2018 werden die Abfallentsorgungspläne neu ausgeschrieben. Damit sind Änderungen verbunden. So soll ab 2019 die Trennung zwischen Außen- und Innenbereich aufgehoben werden (Münsterland Zeitung berichtete). Zum 1. Januar 2019 wird also neu kalkuliert. Vor allem für die Außenbereiche könnten dann die Kosten steigen, wenn auch für sie der Zwei-Wochen-Rhythmus gelten sollte.

Bereits bis Oktober wurden im Wertstoffhof 10.892 Besucher gezählt, 2017 waren es im gesamten Jahr 9045.

Grund sind die zusätzlichen Öffnungstage am Mittwoch (42 bis Oktober).

Durchschnittlich kamen 128 Besucher am Tag, die stärksten Monate waren Juni und Mai, die schwächsten Januar und Februar.

Die Abfallmengen am Wertstoffhof 2016: Grünabfall 910 Tonnen (123 Kilogramm je Einwohner), Sperrmüll 124 Tonnen (17 Kilogramm) und Altholz 190 Tonnen (26 Kilogramm).

Restmüll wurde 2016 je Einwohner 85 Kilogramm abgefahren, Biomüll 130 Kilogramm, Altpapier 39,4 Kilogramm.

441 Kilogramm Abfall entsorgte jeder Einwohner 2016 in den Tonnen, bei den Straßensammlungen und im Wertstoffhof. Dieser Wert ist über die Jahre relativ konstant.

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