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Qualität statt "Dumping"

Legden "Wir wollen weg vom ruinösen Preiswettbewerb im Baugewerbe und hin zu einem Qualitätswettbewerb", gibt Hermann Schulte-Hiltrop, Hauptgeschäftsführer Bauverbände Westfalen, die Marschrichtung vor. Als Meilenstein auf dem Weg dorthin sieht er die so genannte "Präqualifikation" für Bauunternehmen.

Dahinter verbirgt sich eine Art "Gütesiegel" für die Baugewerke-Firmen, das zwar seit fast zwei Jahren bundesweit vergeben wird, aber noch relativ unbekannt ist. Das Bauunternehmen Ulrich Bogenstahl, Neue Mühle in Legden, ist eines von nur sechs Unternehmen in ganz NRW, dem diese Präqualifikation bescheinigt worden ist - und zwar für das gesamte Paket der angebotenen Leistungen vom Hoch- bis zum Tiefbau. Eine weiteres Unternehmen ist die Firma Heitkamp und Hülscher aus Stadtlohn - allerdings nur für den Bereich Tiefbau.

Vorteile der Präqualifikation gibt es auf beiden Seiten: Der Anbieter muss nicht für jede Bewerbung die ganze Bandbreite der erforderlichen Bescheinigungen einreichen, und der Auftraggeber braucht sie nicht zu prüfen - ein Blick ins Internet auf die Liste der präqualifizierten Unternehmen genügt. Das spare nicht nur Zeitaufwand und Kosten, es sorge auch für Planungssicherheit, ergänzt Schulte-Hiltrop, denn betriebliche und fachliche Komponenten würden ebenfalls berücksichtigt. So etwa die Frage, ob das anbietende Unternehmen für einen Auftrag in der betreffenden Größenordnung überhaupt geeignet sei. Denn dafür haben die präqualifizierten Firmen eine Liste von Referenzobjekten vorlegen müssen. "Ziel ist, dass flächendeckend möglichst alle Firmen mitmachen, da sind wir allerdings noch am Anfang", räumt Schulte-Hiltrop mit Blick auf die bundesweit bislang "lediglich" rund 400 beteiligten Baufirmen hin.

"Wir hoffen, dass weitere Betriebe auch in der Region unserem Beispiel folgen und sich für die Präqualifikation bewerben", erklärt Ulrich Bogenstahl, der für sein Unternehmen die Vorteile des Verfahrens schnell erkannt und gehandelt hat. mel

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