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Radweg kommt, macht aber einen Umweg

Radweg

Seit Jahren wollen die Legdener einen Radweg nach Stadtlohn. Zuletzt scheiterte es daran, dass nicht alle Grundstücke am Rande der K 33 erworben werden konnten. Jetzt wird ein Umweg zum Ausweg.

Legden

von Ronny von Wangenheim

, 05.07.2018
Radweg kommt, macht aber einen Umweg

Auch heute schon fahren Radfahrer über die Wirtschaftswege, hier in Richtung Legden, im Hintergrund ist die Autobahn zu sehen. © Markus Gehring

Die Voraussetzungen sind geschaffen. „Bis auf einen Anlieger sind alle Grundstücke in Besitz des Kreises Borken“, informiert Bürgermeister Friedhelm Kleweken. Außerdem gebe es jetzt nach einer längeren Zeit wieder Förderung durch das Land. Der Kreis Borken wird in zehn Tagen in Stadtlohn mit dem Ausbau auf der K 33 beginnen. 1050 Meter vom Kreisverkehr bis zur Grenze nach Legden wird der Radweg führen. 2019 soll dann der 1400 Meter lange Abschnitt von der Gemeindegrenze bis zur Höhe der Autobahn folgen. Der rund 2600 Meter lange Abschnitt zwischen Legden und Autobahn kann dann 2020 gebaut werden. Auch hierfür soll es rund 70 Prozent Förderung vom Land geben. Den Rest der Kosten teilen sich der Kreis und die jeweilige Kommune.

Über Wirtschaftswege

Rund 1000 Meter auf dem letzten Abschnitt am Waldrand bleiben ausgespart, weil dort der Eigentümer nicht verkaufte. Für den Radweg hätten Bäume gefällt werden müssen. Es wird ein Umweg über Wirtschaftswege und ein Pättken geschaffen. „Als übergangsweise provisorischer Radweg“, macht Friedhelm Kleweken deutlich. „Wir würden es natürlich begrüßen, wenn der Radweg durchgehend über die Stadtlohner Straße gehen würde.“ Doch um irgendwie weiterzukommen, wurde jetzt diese Lösung gewählt.

Wer von Legden kommt, wird dann hinter der Dinkelbrücke und dem Beikelorter Schützenfestplatz rechts ab über einen Wirtschaftsweg, über die Autobahn fahren und dann wieder links zurück Richtung Stadtlohner Straße (K 33). Hier müssen die Wege teilweise noch für Radfahrer hergerichtet werden. „Der Umweg ist zumutbar,“ sagt der Bürgermeister, „und er ist landschaftlich schön.“ Es war ein langes Stück Arbeit, die vielen beteiligten Anlieger zu überzeugen, Land für den Radweg zu verkaufen, so wurde es über die vielen Monate immer wieder deutlich. Einer, der sich sehr für den Radweg eingesetzt hat, ist Dr. Alfred Mennekes, der selbst im Beikelort wohnt.

Gespräche mit Anliegern

„Die Straße ist nicht ganz ungefährlich, hier wird schnell gefahren, vor allem in lang gezogenen Kurven kann es zu gefährlichen Situationen kommen“, beschreibt der Legdener. Bei den vielen Anliegern, mit denen er Gespräche geführt hat, sei er auf großes Verständnis gestoßen. Auch mit dem Schützenverein Beikelort habe es Gespräche gegeben, inwiefern er sich an der Herrichtung der Umwegstrecke beteiligen könne. Alfred Mennekes freut sich, dass jetzt in Stadtlohn die Arbeiten beginnen. Und er hofft, dass es auf Legdener Seite etwas schneller geht als geplant: „Vielleicht kann man das ja mit dem Ausbau des Glasfasernetzes kombinieren.“