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Verärgerte Hundehalter fordern Hundewiese

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Legden "Vor eineinhalb Jahren bin ich von Essen nach Legden gezogen und habe es schon bereut: So eine hundefeindliche Stadt oder Gemeinde habe ich noch nirgends erlebt." Die Frau, die sich während der Einwohnerfragestunde zu Beginn der Ratssitzung zu Wort gemeldet hat, dreht sich ohne ein weiteres Wort um und verlässt den Sitzungssaal - wie zuvor schon mehr als zehn andere, nicht minder aufgebrachte Hundefreunde.

"Was spricht gegen einen Hundeplatz? Wo ist das Problem? Diese beiden Fragen stellt der Sprecher der Gruppe, Hans-Jörg König, dem Gemeinde-Parlament. Bürgermeister Friedhelm Kleweken gibt gleich drei Antworten: "Erstens steht eine geeignete Fläche nicht zur Verfügung, zweitens sieht man hier im Rat nicht den gewünschten Erfolg einer solchen Einrichtung und drittens scheuen wir die Folgekosten."

"Tragen die Kosten"

Alle drei Argumente - eine knappe Zusammenfassung der Debatte in der vorangegangenen Sitzung, in der CDU und SPD einen entsprechenden UWG-Antrag abgelehnt hatten - finden kein Echo bei König und seinen Mitstreitern: "Wir Hundehalter kommen gerne für die Kosten auf", betont er. Das habe er dem Bürgermeister auch bereits in einem persöönlichen Gespräch vor der entscheidenden Sitzung mitgeteilt. Und eine geeignete Fläche stehe sehr wohl zur Verfügung: die Freibadwiese.

"Das Gelände ist hoch eingezäunt - geradezu ideal für unsere Zwecke", betont er.

Der Rat tue sich leicht damit, die Hundehalter zu bevormunden, verweist König auf die im vergangenen Jahr beschlossene ordnungsbehördliche Verordnung, die es Hundehaltern auferlegt, überall in geschlossener Ortschaft ihre Vierbeiner an der Leine zu führen. Jetzt sei es an der Zeit, auch etwas für die Hundehalter zu tun.

Unterschriften sammeln

Bevor die über die "hundefeindliche Kommunalpolitik" verärgerten Bürger nach der Fragestunde, die ihnen keine befriedigenden Antworten gab, den Saal verlassen, kündigen sie eine schriftliche Eingabe an. Dann müsse sich der Rat erneut mit ihrem Anliegen auseinander setzen - und neu beschließen, wie König hofft. "Wir werden auf jeden Fall auch noch Unterschriften sammeln", kündigt er an. Auch wenn er den Eindruck habe, dass die Kommunalpolitiker in Legden das gerne vergessen würden: "Aber auch Hundehalter sind Wähler." sy-

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