Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Weg frei für Sicherheit

Legden In die grelle Sonne blinzeln musste Heinrich Hölscher. Trotzdem verfehlte die Schere in der Hand des 90-Jährigen nicht ihr Ziel. Mit einem Schnipp zerschnitt sie das rot-weiße Flatterband. Der Radweg entlang der Heeker Straße (L 574), für den die Legdener Kommunalpolitik 30 Jahre gekämpft hatte, war damit feierlich eröffnet.

Anzeige

Hölscher ist ein Profi im Einweihen: Vor zwei Jahren half er tatkräftig mit, das erste Teilstück des Radweges zwischen Legden und Heek (das auf Heeker Seite) für den Verkehr frei zu geben. Der Senior radelt zwar selbst inzwischen nicht mehr, "aber ich bin jeden Tag mit meinem Elektromobil unterwegs". Und da profitiert er auch ganz entscheidend von der Sicherheit, die der Radweg bietet.

Vor allem sind es aber die Kinder der Anlieger - zumeist aus der Bauerschaft Wehr, die sich freuen: "Sie hatten wir vor Augen, wenn wir unermüdlich den Radwegebau gefordert haben", betonte Bürgermeister Friedhelm Kleweken. Aber auch die zahlreichen Pättkesfahrer, die das touristisch geprägte Dahliendorf besuchten, würden den Lückenschluss im Radwegenetz zu schätzen wissen.

Schwere Unfälle

Dass der Weg zum Weg so lang war, hat einen Grund: "Weniger als 1600 Fahrzeuge rollen pro Tag über die Heeker Straße - das ist eben nicht viel", so Dirk Griepenburg, Niederlassungsleiter des Landesbetriebs Straßenbau. Andere Städte und Gemeinden in NRW müssten ein weit aus größeres Verkehrsaufkommen ertragen - und deren Radwege seien deshalb oft vorgezogen worden. "Schließlich stehen uns nur begrenzte Mittel zur Verfügung, in diesem Jahr 3,5 Millionen für den Radwegebau in ganz NRW", so Griepenburg. "Das könnten wir bequem allein im Münsterland ausgeben", ergänzte er. Dass aber nicht allein die Zahl der hin- und herfahrenden Autos über die Notwendigkeit eines Radweges entscheide, beweise das beispiel der L 574 in Legden. "Hier hat es schwere Unfälle gegeben, auch tödliche."

Auch Dr. Kai Zwicker, Bürgermeister der Gemeinde Heek, und sein Schöppinger Amtskollege Josef Niehoff waren unter den Festrednern.

Zusammenwachsen

Der Radweg sorge dafür, dass auch ihre Bürger sicherer unterwegs sein könnten, "und wir so noch mehr zusammen wachsen". Dem Ziel diente der abendliche Umtrunk auf dem Hof Hülsken im Anschluss an den Festakt. Die Gäste fuhren mit dem Rad nach Hause - sicher ist sicher. sy-

Anzeige
Anzeige