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Vandalismus in der Legdener Steinkuhle

Zerstörung im Idyll

Legden In der Steinkuhle haben Vandalen Zäune zerstört und Bäume besprüht. Ein Ärgernis für die Schützenvereine – denn die müssen nun selbst Hand anlegen.

Zerstörung im Idyll

Thomas Fleige und Thomas Osterkamp (v.l.) ärgern sich über den zerstörten Zaun am Schießstand. Foto: Falko Bastos

Die Steinkuhle ist ein idyllischer Ort. Wenn nicht gerade ein Schützenfest steigt, finden Wanderer hier unberührte Natur. Aber die Abgeschiedenheit lockt auch Vandalen an. Unbekannte Täter haben am Wochenende Begrenzungszäune der Schießanlage zerstört und zudem Tische und Bäume mit Graffiti beschmiert.

„Traurig und ärgerlich“, findet das Thomas Osterkamp, Vorsitzender des Schützenvereins Haulingort. „Wir hegen und pflegen die Anlage und andere machen sie mutwillig kaputt.“ Osterkamp war am Wochenende noch vor Ort und hatte keine Schäden bemerkt. Am Montag erfuhr er von der Zerstörung.

Bäume angesprüht

„Für mich ist es am schlimmsten, dass die Bäume angesprüht wurden“, sagt Thomas Fleige, Vorsitzender der Allgemeinen Schützengesellschaft. „Wir pflanzen hier jedes Jahr Bäume und dann so etwas.“ Auch die Gemeinde ist informiert und hat inzwischen Anzeige gegen unbekannt erstattet. „Es ist ärgerlich und frustrierend, dass so etwas passiert“, sagt Bürgermeister Friedhelm Kleweken.

Für den Schaden an den Zäunen müssen die beiden Schützenvereine nun selbst aufkommen. Denn obwohl die Teilfläche des Waldes der Gemeinde gehört, halten die Vereine sie als Gegenleistung für ihr Nutzungsrecht in Schuss. „Die Reparatur machen wir selbst“, erklärt Osterkamp. „Das werden ein paar Arbeitseinsätze mehr als geplant.“ Viel Zeit bleibt dafür nicht. Am 1. Juni steigt in der Steinkuhle das Vogelschießen zum Haulingorter Schützenfest.

Gemeinde sagt Hilfe zu

Bei der Beseitigung der Schmierereien können die Vereine auf Unterstützung der Gemeinde hoffen. „Wir werden eine Absprache finden. Das Säubern wird sicherlich der Bauhof übernehmen“, erklärt Kleweken. „Wir haben Experten mit speziellen Mitteln, um so etwas zu reinigen. Besonders bei den Bäumen müssen wir sorgsam sein, um sie nicht zu beschädigen.“

Zur Prävention von Vandalismus haben die beiden Vereine schon über die Installation einer Wildkamera nachgedacht. Doch Kleweken weiß: „Kameras im öffentlichen Raum sind sehr problematisch.“ Man könne nur an die Vernunft der Menschen appellieren.

Vandalismus verhindern

Fleige und Osterkamp hoffen, dass Spaziergänger künftig genau hinschauen, um Vandalismus zu verhindern. „Vielleicht hat ja auch jemand etwas gesehen und meldet sich bei der Polizei“, hofft Kleweken.

Und vielleicht läuft es auch wie in einem früheren Fall. „Bei uns wurde mal eine Hütte beschmiert. Da haben wir die Bilder bei Facebook reingestellt, um Hinweise zu bekommen“, erinnert sich Osterkamp. Der Erfolg der privaten Öffentlichkeitsfahndung: Die Täter konnten ermittelt werden und reinigten die Hütte anschließend.

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