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ADFC plädiert für Rampe am Preußenbahnhof

HORSTMAR In der Diskussion um den Bebauungsplan „Nordtunnel-Preußenbahnhof“ macht sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) für den Bau einer Rampe von der neuen Verbindungsstraße zum Bahngleis stark.

ADFC plädiert für Rampe am Preußenbahnhof

Im Zuge des Baus eines Nordtunnels unter der Bahnlinie Dortmund -Lünen verspricht sich der ADFC eine Attraktivitätssteigerung des Preußen-Bahnhofs durch eine Rampe, die von der neuen Verbindungsstraße zwischen Bebel- und Preußenstraße zum Bahnsteig führt.

Einer der ADFC-Sprecher, Rechtsanwalt Leo Bögershausen, nimmt zur Rampe und der Alternative, des Aufzugs im Bahnhofsgebäude, für den sich der Stadtentwicklungsausschuss ausgesprochen hat, wie folgt Stellung: Dass eine Rampe technisch nicht machbar sein soll, kann ich so ohne Weiteres nícht nachvollziehen. Der Hinweis auf den Höhenunterschied und die Länge der Rampe dürfte rechnerisch schon nicht richtig sein. Ich komme bei einer entsprechenden Nachrechnung nur auf eine Rampenlänge von 90 Metern.

Bahnsteig länger als geplante Rampe

Die Erforderlichkeit der Podeste (...) erscheint mir wenig plausibel, weil mir zahlreiche vergleichbare Rampen ohne Zwischenpodeste bekannt sind. Warum eine Rampenlänge von 110 Metern am jetzigen Bahnsteig nicht möglich sein soll, ist eben so wenig verständlich, weil die Bahnsteiglänge in diesem Bereich sicherlich wesentlich länger ist als die geplante Rampe...

Aufzug ist teurer

Dass die Einrichtung eines Aufzugs im jetzigen Bahnhofsbereich in Erwägung gezogen wird, ist dem Grunde nach zu begrüßen. Allerdings sind bei dieser Alternative erhebliche Probleme zu beachten: Die nicht unerheblichen laufenden weiteren Betriebskosten entstehen bei einer Rampe nicht. Der Betrieb des Aufzugs setzt eine Schließung des Bahnhofs in der Nacht voraus, weil sonst mit erheblichem Vandalismus zu rechnen ist ....

Kameraüberwachung wäre notwendig

Zusätzlich müßte eine komplette Kameraüberwachung des Aufzugs sichergestellt sein, weil sonst ein ungefährdeter Betrieb unmöglich erscheint. Der Aufzug würde keine Vorteile für die Bevölkerung des Stadtteils Lünen-Süd bedeuten, da der Weg nicht verkürzt würde. Fazit: Ich bleibe dabei, dass mit der Nichterstellung der Rampe eine aus meiner Sicht einmalige Chance vergeben wird, wie man effektiv den vorhandenen Schienennahverkehr am Bahnhof Preußen in Lünen in seinem Bestand erhalten und für benachteiligte Gruppen (Personen mit Kinderwagen, ältere Menschen, Behinderte insbesondere mit Rollstühlen bzw. Rollatoren und Radfahrern) und für einen zusätzlichen Personenkreis in Lünen-Süd mit überschaubaren Mitteln ausbauen könnte.

Entscheidung mehr als fragwürdig

Im Verhältnis zu den ganz erheblichen größeren finanziellen Mitteln (im zweistelligen Millionenbereich), die ausschließlich für den PKW- und LKW-Verkehr ausgegeben werden sollen, erscheint die Entscheidung mehr als fragwürdig und aus umweltpolitischer Sicht grob unzureichend und nicht nachhaltig.“

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