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Ärzte-Initiative macht Front gegen das Kraftwerk

41 Lüner Mediziner in Sorge um Gesundheit

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Lünen Mediziner aus Lünen haben ?zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung? eine Ärzte-Initiative gegen den Bau des Steinkohlekraftwerks gegründet. ?Wir wissen, dass unsere Region bereits zu den hoch belasteten Regionen gehört mit der Folge einer erhöhten Rate an Tumoren, respiratorischen (die Atmung betreffenden, d. Red.) Erkrankungen, Allergien u.ä. Auch wenn eine `Umweltprüfung` ergeben hat, dass das Kraftwerk gebaut werden darf, wissen wir z.B. durch Studien sicher, dass eine erhöhte Morbidität (Erkrankungsziffer, d. Red.) und Mortalität (Sterblichkeit, d. Red.) die Folge sein wird?, heißt es in einem Protestaufruf von sieben Initiatoren. Es sind die Ärzte Dr. Bous (HNO), Dr. Happe (Allergologe), Dr. Imela-Kluge (Frauenärztin), Dr. Kluge (Kinderarzt), Dr. Pago-Welke (Naturheilverfahren, Akupunktur), Dr. Welke (Radiologe) und Dr. Wulff (Kinderärztin). ?Der Aufruf ist erst seit dem 11. Mai im Umlauf und schon 34 weitere Kolleginnen und Kollegen haben sich angeschlossen?, berichtete Kinderarzt Dr. Karl Kluge (Foto) gestern. Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen, auf die die Mediziner ihre Bedenken stützen, belegen laut Dr. Kluge den Zusammenhang zwischen Umweltverschmutzung und bestimmten Krankheiten. Dr. Kluge hat damit begonnen, bei jungen Patienten Haarproben auf Schwermetallbelastungen untersuchen zu lassen. Bei bisher zwei Proben habe die Belastung mit Blei die Grenzwerte um das Doppelte überschritte. ?Das ist natürlich nicht wissenschaftlich, aber ein Indiz?, sagt der Kinderarzt. Vorbild der Lüner Initiative ist die Initiative Krefelder Ärzte, die gegen das im Chemiepark Uerdingen ebenfalls von Trianel geplante Steinkohlekraftwerk protestierte (wir berichteten). Nachdem sich die Politik dort zunächst gegen das Kraftwerk positioniert hatte, hätten CDU und SPD nach einem Gespräch letzte Woche Zustimmung signalisiert, erklärte der Lüner Trianel-Projektleiter Manfred Ungethüm. Laut Presseberichten ist die Zustimmung an Bedingungen geknüpft. So soll die Bayer AG signalisiert haben, ein altes Kraftwerk vom Netz nehmen zu wollen. Fie-

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