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Aktien-Verkauf senkt Schulden

LÜNEN Mit dem Haushalt für 2008 setzt der Kreis Unna seinen Sparkurs fort. Den entsprechenden Entwurf hat Kämmerer Rainer Stratmann heute offiziell in den Kreistag eingebracht. Demzufolge kann der Kreis seine Schuldenlast durch den Verkauf seiner RWE-Aktien verringern.

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„Bis zur Verabschiedung des Haushaltes am 6. März sollen alle Aktien verkauft sein“, sagt Rainer Stratmann. Ein Teil des Paketes sei bereits veräußert worden. Durch den steigenden Kurs der Aktien habe der Kreis „gute Erlöse“ erzielt. Der Kreiskämmerer rechnet damit, die von 2002 bis 2007 planmäßig erwirtschaftete Altdefizite von 64 auf 47 Millionen Euro zu verkleinern. Gleichzeitig müssen die zehn Städte und Gemeinden weniger Geld an das Kreishaus abführen. 44 Prozent ihrer Steuereinnahmen fließen aus den Kommunen ins Kreishaus.

Sozialaufwendungen sind gestiegen

Zuvor waren es 46,5 Prozent. Einen wirklichen Grund zur Freude hatte Stratmann dennoch nicht. Trotz gesunkener Arbeitslosenzahlen sind die Sozialaufwendungen gestiegen. Der Grund: 4000 Menschen im Kreis Unna können trotz einer geregelten Arbeit nicht selbstständig ihren Lebensunterhalt finanzieren. „Sozialpolitisch und finanzpolitisch ein Skandal“, kommentiert Stratmann. Etwa 135,7 Millionen Euro gibt der Kreis in diesem Jahr für Arbeits- und Sozialmaßnahmen aus. Den größten Anteil daran hat die Grundsicherung für Arbeitssuchende nach SGB II mit über 80 Millionen Euro.

Wieder Investitionen

Mehr als 76 Millionen davon zahlt der Kreis allein für die Unterkunftskosten. Trotz einer insgesamt aber entspannten Wirtschaftslage möchte Stratmann keinesfalls Entwarnung geben. „Allenfalls geht die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben nicht mehr so weit auseinander wie in den vergangenen Jahren.“ Nichtsdestotrotz investiert der Kreis aber auch wieder. 38 Millionen Euro nimmt Stratmann dafür in den nächsten drei Jahren in die Hand.  

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