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Taekwondo: Lüner Europameister

Al Amin Rmadan sticht alle aus

Lünen Al Amin Rmadan ist Europameister. Zum vierten Mal mittlerweile. Erstmals in der Seniorenklasse. Im slowenischen Maribor feierte er seinen Erfolg. Er war aber nicht der einzige Lüner, der Europameister wurde.

Al Amin Rmadan sticht alle aus

Al Amin Rmadan ist Europameister. Foto: Reith

Dieses Mal ließ sich Al Amin Rmadan, Taekwondo-Kämpfer aus der Lüner Kampfsportschule Tan Gun, von niemandem stoppen. Scheiterte er im vergangenen Jahr bei Europa- und Weltmeisterschaft jeweils im Finale, setzte sich der 19-Jährige am vergangenen Samstag in der Gewichtsklasse bis 85 Kilogramm durch. Kurios: Auf seinem Weg zum Titel musste Rmadan in Maribor ausgerechnet seine beiden Rivalen, die ihm in der Vergangenheit den Titel streitig machten, aus dem Weg räumen: den Schweden Niklas Mamheden in der ersten Runde und den Schotten Gilles Brown im Finale. „Es war ein hoher Druck in der Runde. Aber ich war fokussiert und habe den Kampf haushoch gewonnen. Im Finale war es dann eine Revanche“, sagte Rmadan. Brown hatte Rmadan nämlich im Vorjahr besiegt. Damals blieb Rmadan nur der Vizeeuropameister.

Genugtuung für Selmer

Es war eine Genugtuung für den 19-jährigen Selmer, der bereits in drei Wochen wieder nach Slowenien fährt. Für Rmadan geht es dann in ein Sommerlager. Brahim Triqui, Inhaber der Sportschule Tan Gun, freute sich über den Titel seines Schützlings. „Wir haben zwar damit gerechnet, aber so ein Titel ist immer wieder schön für uns. Er hat seinen Gegnern überhaupt keine Chance gelassen“, sagte Triqui am Montag.

„Für Al Amin habe ich mich richtig gefreut, das war super“, sagte auch Colin Adolfs, ebenfalls Taekwondo-Kämpfer aus Lünen. Adolfs hatte aber nicht nur wegen Rmadan Grund zur Freude. Auch er selbst durfte am Wochenende in Maribor den Europameistertitel bejubeln – bereits zum siebten Mal in seiner Karriere.

Im Finale bezwang Adolfs, der ursprünglich aus den Niederlanden stammt, aber einen deutschen Taekwondo-Verbandspass besitzt, Grzegorz Kraszewski aus Polen. „Zuerst habe ich mich nach dem Sieg gefragt, ob das wirklich schon alles war“, sagte Adolfs am Montag, der sich dennoch immer wieder aufs Neue über solche Titel freuen könne.

In der Gewichtsklasse bis 78 Kilogramm hatte der 24-Jährige keine Probleme auf seinem Weg ins Finale. Die hatte er allerdings nach dem Ende des Finals. „Ich habe Schmerzen an meinen Schultern. Zuerst war die rechte Schulter ausgekugelt, jetzt ist die linke Seite betroffen“, sagt Adolfs, der aktuell in den Niederlanden weilt und sich von einem Physiotherapeuten wieder fit machen lässt.

Kurze Pause

„Die beiden haben jetzt erst einmal Pause und können nun eine Woche regenerieren. Danach geht es wieder ins Training“, sagte Brahim Triqui. Lange ausruhen können sich die beiden Lüner Kämpfer also nicht.

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