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Ausfälle nur punktuell

LÜNEN Die Lautsprecher-Durchsage am Bahnhof auf Gleis 3/4 war unmissverständlich: „Der Zug um 10.12 Uhr nach Dortmund fällt wegen des Streiks aus“.

Ausfälle nur punktuell

Daniela Engelhardt wollte um 10.12 Uhr nach Dortmund fahren, doch der Zug fiel aus.

Ursula Kowalski kommt mit gepacktem Koffer, in der Tasche die Fahrkarte nach Berlin. „Ärgerlich, aber was können wir machen.“ Für sie geht es um 12.10 Uhr ab Dortmund weiter, sie hat sich vorsorglich einen Zeitpuffer eingebaut.

Erleichterung dann um 10.31 Uhr: Die Prignitzer Eisenbahn fährt. „Alles läuft planmäßig. Wir haben keine Zugausfälle und keine Verspätungen“, bestätigt Prignitzer-Sprecherin Antje Behlendorf.

Anders bei der Deutschen Bahn: „Punktuell sind Züge ausgefallen“, erklärt Peter Grundmann, Mitarbeiter der DB-Pressestelle, „aber wir haben keine Standort-genauen Zahlen. Die Mitarbeiter, die das liefern könnten, müssen Züge und Personal disponieren.“

Um 9.16 Uhr rollte die Bahn verspätet in den Bahnhof ein, eine Stunde später fiel der Zug aus. Auch nachmittags Richtung Münster warteten die Fahrgäste vergeblich. „Ich hoffe, dass es weitergeht. Ich muss zur Berufsschule“, ärgert sich Marco Fiorillo um 10.12 Uhr. Verständnis für den Streik? „Irgendwie nicht“, sagt er. Jan Kowalski sieht das anders. „15% Lohnerhöhrung reichen, aber nicht 30.“

Unfreiwilliges Warten

Auch Daniela Engelhardt wartet unfreiwillig. Sie ist auf dem Weg nach Dortmund. „Wir müssen das ausbaden“, reagiert sie eher genervt.

Udo Kobus hat ein klares Konzept: „Ich steige grundsätzlich nur in die Prignitzer. Da weiß ich, dass sie fährt“. Er ist unterwegs zu einem Treffen mit ehemaligen Kollegen aus ganz NRW. Ob alle aufgrund des Streiks kommen können? Mal schauen. Inzwischen hat Udo Kobus kein Verständnis mehr für die Gewerkschaft der Lokführer (GDL). „Die Profilneurose Schell langt mir“, sagt er.

„An dem Verkehr morgens merkte man, dass viele vorsichtshalber mit dem Auto gefahren sind“, hat Ralf Winkelmann festgestellt.

       

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