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Begegnungen in Shanghai

LÜNEN Shanghai ist eine Erfahrung wert. Als eindrucksvoll, aber auch als Ort der Extreme, erlebte eine Schüler-Gruppe des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums ein Jugendcamp in der chinesischen Hafenstadt.

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Moderne Hochhäuser stehen in Shanghai neben alten Gebäuden. Foto: Privat

Die Lüner zu Gast beim Generalkonsul Albrecht von der Haydn, gebürtig aus Cappenberg. Foto: Privat

83 Jugendliche aus acht Nationen waren eingeladen, die fremde Kultur Chinas kennen zu lernen. Weil Kathrin Reiners, Manuel Welski, Paul Langmann und Katharina Middel in der Chinesisch AG des Stein-Gymnasiums sind, flogen sie gen Osten, begleitet von Annette Droege-Middel, Andreas Müller sowie Julia Middel.

Die Lüner sprechen zwar einige chinesische Sätze, doch Schriftzeichen können sie nicht lesen. Die Verständigung klappte auf Englisch.

Den Kontakt auch zu den anderen Jugendlichen fand Paul besonders gut. Zwei Mädchen aus Amsterdam wollen die Lüner mal besuchen, etliche E-Mail-Adressen wurden ausgetauscht.

Eine Nacht bei Familien

Das Camp bot den in Hotels untergebrachten Lünern ein umfangreiches Besichtigungsprogramm, sogar mit einer Fahrt der Magnetschwebebahn. Museen, Tempel, die berühmten chinesischen Gärten, aber auch Hongzhou, den Honigtropfen von China, und die historische Wasserstadt schauten sich die Lüner an.

Sie erlebten eine Chinesisch-Stunde, Kongfu-Unterricht und Schattentheater. Sie trafen auch den Generalkonsul Albrecht von der Haydn, einen gebürtigen Cappenberger.

Für eine Nacht waren die Schüler bei Familien untergebracht, mit unterschiedlichen Erfahrungen. Ungewohnt kamen ihnen die Essgewohnheiten der Gastgeber vor. "Was nicht schmeckte, wurde auf die Tischdecke gespuckt", berichtet Katharina Middel.

Arm und Reich

Auffällig seien in Shanghai die Gegensätze, wie die von Arm und Reich oder von bombastischen Häusern neben alten Gebäuden. Streng ginge es in der Schule und in den Familien zu. Es werde mehr gepaukt, oft auch in den Ferien. Wer studieren wolle, müsse sich zwei Wochen beim Militär bewähren.

Die chinesischen Jugendlichen kamen den Lünern weniger erwachsen vor. Ein Freund mit 17 sei dort undenkbar. "Die spielen sogar mit 18 noch mit Robotern", wunderte sich Kathrin und Katharina berichtet, wie erstaunt die Ein-Kind-Familien darüber waren, dass sie noch zwei Geschwister hat. Die chinesischen Jugendlichen bezeichneten einfach ihre Cousins als Brüder.

"Shanghai ist klasse, aber ich muss nicht wieder dahin", lautet das Fazit von Annette Droege-Middel. Es gebe dort kaum Bäume, vieles sei trist. "Die Seele baumeln zu lassen, fällt schwer."

Paul Langmann und Andreas Müller waren bereits zum zweiten Mal dort. Und sie wollen wieder reisen. Weil 2008 die olympischen Spiele in China sind, müssen Flüge rechtzeitig gebucht werden. Wer sich für einen Camp-Aufenthalt interessiert, kann sich mit Andreas Müller per E-Mail: a.mueller@rce-gmbh.com in Verbindung setzen. 

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Moderne Hochhäuser stehen in Shanghai neben alten Gebäuden. Foto: Privat

Die Lüner zu Gast beim Generalkonsul Albrecht von der Haydn, gebürtig aus Cappenberg. Foto: Privat

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