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Bewerbung, Wahlen, Entschädigung und Verdienstausfall

Schöffen: Alle Hintergründe

Wer Interesse an der Schöffentätigkeit am Amtsgericht Lünen oder Landgericht Dortmund hat, kann sich noch bis zum 30. Juni bei der Stadt Lünen bewerben. Was es darüber hinaus zum Thema Entschädigung und Verdienstausfall zu wissen gibt.

Lünen

von Marc Fröhling

, 05.06.2018
Bewerbung, Wahlen, Entschädigung und Verdienstausfall

© picture alliance / Friso Gentsch

Alles zur Bewerbung

Schöffe kann werden, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt und zurzeit der Aufstellung der Vorschlagsliste in Lünen wohnt. Interessenten dürfen nicht jünger als 25 Jahre und nicht älter als 70 Jahre sein. Die Amtsperiode dauert 5 Jahre (2019 bis 2023).

Die Stadt schreibt auf ihrer Homepage: „Das verantwortungsvolle Schöffenamt verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbständigkeit und Reife des Urteils sowie wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes eine gute körperliche Eignung. Als Jugendschöffen sollen außerdem nur erzieherisch befähigte und in der Jugenderziehung erfahrene Personen aufgenommen werden, und zwar Männer und Frauen in gleicher Anzahl.“

Aus allen Bewerbungen wird je eine Liste erstellt, die dem Rat bzw. dem Jugendhilfeausschuss zur Genehmigung vorgelegt wird. Aus diesen Listen wählt ein Gremium des Amtsgerichtes die Schöffen aus, die auch durch das Amtsgericht benachrichtigt werden.

Für eine persönliche oder schriftliche Bewerbung sind folgende Angaben zur Person erforderlich:

  • Name, ggf. Geburtsname, Vorname
  • Geburtsort (evtl. Kreis)
  • Geburtsdatum
  • Beruf
  • Anschrift

Bisher sind bei der Stadt übrigens 137 Bewerbungen eingegangen, die Stadt muss insgesamt 96 Personen vorschlagen. Die Stadt muss doppelt so viele Personen vorschlagen, wie Schöffen gebraucht werden. Aus Lünen sind das also 48. Wer sich noch bewirbt, wird laut Stadt aber noch in die Bewerberliste aufgenommen.

Interessenten für das Amt als Erwachsenenschöffen können sich bei Sabine Rohr, Tel. 02306 104-1232 oder per E-Mail sabine.rohr.82@luenen.de, im Rathaus 9. Etage, Zimmer 908, melden. Bewerber für das Jugendschöffenamt wenden sich bitte an Helmut Lenz, Tel. 02306 104-1363 oder per E-Mail helmut.lenz.24@luenen.de im Rathaus, Erdgeschoss, Zimmer 28.

Alles zu Entschädigung und Verdienstausfall

Ein Entgelt gibt es für die Schöffentätigkeit nicht - es handelt sich um ein Ehrenamt. Für Nachteile, die den Schöffen durch ihren Einsatz bei Gericht entstehen, gibt es allerdings Entschädigungen:

  • Verdienstausfall bis zu 24 Euro pro Stunde und maximal zehn Stunden pro Verhandlungstag.
  • Zeitversäumnis in Höhe von 6 Euro pro Stunde.
  • Nachteile bei der Haushaltsführung, wenn der Schöffe nicht berufstätig ist und einen Haushalt für mindestens zwei Personen führt, in Höhe von 14 Euro pro Stunde.
  • Fahrtkosten.

Alle weiteren Infos gibt es hier.